Bei einem Gespräch hat mir eine Mutter über ihren Sohn erzählt: „Leon widmet seinem besten Stück viel Aufmerksamkeit. Zu viel, finde ich. Ich habe versucht, ihn abzulenken, aber es bringt nichts. Immer spielt er damit herum. Ich will ihn nicht bloßstellen, aber es ist mir peinlich. Was würde die Sexualpädagogik empfehlen?“
Eigentlich wollte ich sofort unterbrechen. „Das geht dich nichts an.“ - Menschen mitten in der Pubertät hören bekanntlich besonders gerne mütterliche Kommentare zu Masturbation.
Allerdings hatte ich den Namen ihres Jüngsten (er ist 5) mit ihrem älteren Sohn (er ist 16) verwechselt. Zum Glück interessierte sie sich nicht für das Sexualleben ihres pubertierenden Sohnes Nr. 1. Aber Sohn Nr. 2 machte ihr Sorgen.
Was ist bei Kindern normal und wann soll man in ihr Verhalten eingreifen? Prinzipiell ist es für Kinder gut, wenn sie (und ihre Eltern) früh lernen, mit korrekten Wörtern differenziert über ihren Körper zu sprechen. Das empfiehlt sich im Alltag schon allein zur Missbrauchsprävention. In einem altersgerechten Gespräch kann man Kindern dann erklären, dass alle Körperteile gute Körperteile sind und lustvolle Aktivitäten erfreulich - es allerdings auch soziale Regeln gibt.
Und eine dieser Regeln ist eben: Selbstbefriedigung im Supermarkt oder beim Familientreffen kommt nicht gut. Mit dem Penis spielt man im Privaten. Das kann man Kindern vermitteln, ohne sie zu beschämen.
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