Oberstdorf

Nordische Ski-WM feierlich eröffnet

Sport
16.02.2005 20:25
Mit einem bunten Showprogramm sind die nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf am Mittwochabend feierlich eröffnet worden. Bis zum 27. Februar kämpfen über 550 Athleten aus 51 Nationen in 19 Entscheidungen um die Medaillen. "Wir sind sehr optimistisch, dass wir eine exzellente WM erleben werden", erklärte FIS-Präsident Gian Franco Kasper.
Bei der eineinhalbstündigen Eröffnungsveranstaltungim Oberstdorfer Ski-Stadion wurden die Fans mit einem Mix ausTradition und Moderne auf die elf Wettkampftage eingestimmt. AllgäuerSchuhplattler und Alphornbläser wechselten sich mit modernenTanz-Aufführungen und Trommeleinlagen ab. Zu einem Höhepunktwurde die Premiere des von Tom Croèl gesungenen WM-Songs"Live your dream". Das ÖSV-Team wurde von FahnenträgerAndreas Widhölzl angeführt.
 
Neue Doping-Kontrollen
Der Internationale Skiverband (FIS) wird bei dernordischen Ski-WM in Oberstdorf erstmals Doping-Kontrollen aufdas verbotene Wachstumshormon HGH sowie auf Eigenbluttransfusionendurchführen. Neben den geplanten 114 Wettkampfkontrollensowie etwa 450 Blutkontrollen bei den Langläufern und NordischenKombinierern wird die FIS in Zusammenarbeit mit der NationalenAnti-Doping-Agentur (NADA) zahlreiche unangemeldete Trainingskontrollendurchführen. 
  
16 Kontrolleure sind rund um die Uhr im Einsatz,um Sündern auf die Spur zu kommen. Die umfangreichen Maßnahmenverschlingen eine sechsstellige Summe, die zum größtenTeil vom WM-Organisationskomitee getragen wird. Die Urintestswerden in Köln analysiert, die Bluttests in Lausanne ausgewertet.Bei einem positiven Ergebnis soll die B- Probe innerhalb von 24Stunden geöffnet werden. Athleten, die bei den Vor-Wettkampfkontrolleneinen erhöhten Hämatokritwert (Anteil roter Blutkörperchen)aufweisen, werden mit einer fünftägigen Schutzsperrebelegt. Zuletzt war dies beim Norweger Frode Estil beim Weltcupam vergangenen Wochenende in Reit im Winkl der Fall. 
  
Oberstdorf versinkt im Schnee 
Schneeberge auf Häuserdächern und an Straßenrändern,tief verschneite Wälder, Wintersportler überall: Oberstdorfpräsentierte sich am Tag vor der Eröffnung der nordischenSki-Weltmeisterschaften als "Traum in Weiß". 50 ZentimeterNeuschnee seit Sonntag haben die Hoffnungen auf stimmungsvolleWM-Tage geschürt, den Organisatoren aber auch zusätzlicheArbeit beschert. 90 Helfer mussten extra zum Schneeräumenbeordert werden, um die Wettkampfanlagen und Parkplätze ineinen WM-reifen Zustand zu versetzen. Auch die Bundeswehr istmit Sonderkräften im Einsatz. 
  
Die Oberstdorfer tun alles, um das Prädikat"Holmenkollen der Alpen" erneut zu erhalten. Wie 1987, als dieweltbesten nordischen Skisportler erstmals die Gastfreundschaftdes südlichsten Kur- und Erholungsortes Deutschlands genießenkonnten. Damals kamen über 300.000 Zuschauer zu den Wettbewerben.Eine Zahl, die sich die Oberstdorfer auch diesmal als Ziel gesetzthaben, um den WM-Etat von 13 Millionen Euro zu decken. 
  
23 Millionen Euro investierten die Oberstdorfer,um das Schattenberg-Skistadion und das Langlaufstadion zu modernenSportstätten umzubauen. Geld, das sich auch in Zukunft auszahlensoll. Um den zu garantieren, sind in den kommenden elf Tagen 300Polizisten im Einsatz. 
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