Norwegen gab bekannt:
Streit um russische Frachtlieferung beigelegt
Norwegen hat nach eigenen Angaben einen Streit mit Russland über eine Frachtlieferung für russische Bergleute auf der Inselgruppe Spitzbergen beigelegt. Das Außenministerium in Oslo teilte am Mittwoch mit, die an der Grenze blockierten Container mit russischer Fracht seien bis zum Hafen Tromsö gebracht und nun zur Siedlung Barentsburg unterwegs.
„Wir hatten nie die Absicht, eine Lieferung zu blockieren“, die Lösungsmöglichkeiten hätten „von Anfang an bestanden“, betonte eine Ministeriumssprecherin, die aber nichts von einem „Rückzieher“ der norwegischen Regierung wissen wollte. Zuvor hatten sich die Behörden des skandinavischen Landes auf derzeit geltende Sanktionen gegen Russland berufen. Außenministerin Anniken Huitfeldt erklärte damals, die Sanktionen untersagten russischem Güterverkehr den Eintritt auf norwegisches Territorium. Norwegen respektiere aber ein über hundert Jahre altes Abkommen für Spitzbergen.
Moskau drohte mit Gegenmaßnahmen
Russland drohte daraufhin mit Gegenmaßnahmen, der norwegische Geschäftsträger wurde in das Außenministerium in Moskau zitiert. Der Vorsitzende des russischen Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin, rief am Dienstag zur Aufkündigung eines Abkommens über die Seegrenzen mit Norwegen auf.
Die Inselgruppe Spitzbergen gehört zu Norwegen. Ein 1920 in Paris geschlossener Völkerrechtsvertrag räumt allerdings einer Reihe von Ländern, darunter Russland, das Recht ein, dort Rohstoffe abzubauen. Russland und vorher die Sowjetunion fördert dort deshalb seit Jahrzehnten Kohle.
















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