Zwei Kinder mit österreichischer Staatsbürgerschaft wurden Anfang Juni aus einem syrischen Lager nach Österreich gebracht. Nach ihrer Ankunft seien sie direkt mit ihren Angehörigen vereint worden, so das Außenministerium. Es gab keine weitere Auskunft zum Zustand der Kinder oder ihrer Eltern. Zurzeit sollen sich weniger als zehn österreichische Kinder in syrischen Lagern befinden.
Die zwei österreichischen Kinder wurden sicher zu ihren Angehörigen gebracht. Noch fraglich ist, ob es sich hierbei um die beiden Kinder der 2014 nach Syrien gereisten Salzburgerin Maria G. handeln könnte. Das Ministerium gab gegenüber der APA hierzu keine genaue Auskunft.
Maria G. war im Alter von 17 Jahren zum Islam konvertiert und hatte sich ein halbes Jahr darauf dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen. Ihre Eltern bemühten sich damals vergebens darum, sie zurückzuholen.
Insgesamt vier Minderjährige zurückgeholt
Zuvor wurden im Jahr 2019 bereits zwei Kinder aus einem syrischen Lager nach Österreich geholt. Hierbei handelte es sich um die Kinder der, mutmaßlich verstorbenen, Wiener IS-Anhängerin Sabina S. Das Sorgerecht wurde anschließend an die Großeltern übertragen.
Seit Kriegsausbruch im Jahr 2011 wurden bislang vier Minderjährige aus syrischen Lagern zurück nach Österreich gebracht. Aktuell ist bekannt, dass sich weniger als zehn österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in den Lagern Al-Roj und Al-Hol, im Nordosten Syriens, befinden.
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