Produktion angelaufen

Fischer-Werk in der Ukraine: Alltag im Krieg

100 Mitarbeiter sind beim Militär, einige Anlagen fehlen noch: Trotzdem läuft die Produktion im nach dem Großbrand im Herbst vor zwei Jahren neu gebauten Fischer-Werk in der Ukraine rund - zumindest bei Alpinskiern.

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Stell dir vor, es ist Krieg und trotzdem muss es weitergehen - so könnte man die Situation bei Fischer Sports wohl stark verkürzt beschreiben. Mitten in der Hochlaufphase des nach dem Großbrand im Oktober 2020 zerstörten Werks in Mukaschewo hatte es die ersten Angriffe in der Ukraine gegeben. Nach Wochen der Ungewissheit wurden Ende April die Arbeiten zur Installation der Anlagen zur Ski-Produktion fortgesetzt.

Und heute? Im größten Skiwerk Europas herrscht mehr oder weniger Alltag. „Zum Glück sind wir durch die Lage unseres Werks im äußersten Westen der Ukraine bis dato nicht unmittelbar von den kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen“, sagt Geschäftsführer Franz Föttinger.

Seit Jahresbeginn in Ried schon 40 neue Mitarbeiter eingestellt
Von der 720 Mitarbeiter großen Stammbelegschaft sind nach wie vor rund 100 zum Militärdienst eingezogen. Kommen sie zurück? Wann wird das sein? Es sind viele Fragen, die die Fischer-Verantwortlichen beschäftigen. Die Innviertler sind gefordert. „Die Lücke zu füllen und Mitarbeiter auf den neuen Anlagen einzuschulen, stellt aktuell die größte Herausforderung dar“, sagt der Chef des Sportartikelherstellers, der parallel dazu auch in Ried im Innkreis die Produktionskapazitäten ausgebaut hat. Seit Jahresbeginn wurden etwa 40 neue Beschäftigte im Innviertel eingestellt, wo im Zwei- und Drei-Schicht-Betrieb die Produktion von Alpin-, Touren- und Langlauf-Skiern läuft.

Und in der Ukraine? Die Alpinski-Fertigung läuft bereits plangemäß. Im Langlauf-Bereich fehlen noch einige Anlagen.

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