29.07.2011 08:59 |

Soldat festgenommen

US-Polizei vereitelt neuerliches Blutbad in Fort Hood

Die Polizei in Texas hat offenbar ein neues Blutbad auf dem Militärstützpunkt Fort Hood, auf dem Ende 2009 bei einem Amoklauf 13 Menschen ums Leben gekommen waren, verhindern können. Ein Soldat, der einen weiteren Anschlag geplant haben soll, wurde festgenommen. Der Polizeichef des Nachbarorts von Fort Hood, Dennis Baldwin, stufte das Vorhaben des 21-Jährigen am Donnerstag als "Terrorplan" ein, Aussagen des aus Texas stammenden Manns sowie weitere Indizien ließen darauf schließen.

Laut dem Polizeichef war der 21-Jährige bereits am Mittwoch in einem Motel in der Nähe des Militärstützpunkts festgenommen worden. Der entscheidende Hinweis kam demnach von einem Angestellten eines Waffenladens (zweites Bild), bei dem der Verdächtige größere Mengen Munition und Schießpulver gekauft hatte.

Es handelt sich dabei um dasselbe Geschäft, in dem sich auch der Attentäter vom November 2009 das Material für seinen Anschlag beschaffte, berichtete der US-Sender MSNBC. Der 21-Jährige habe in dem Waffenladen verdächtige Fragen gestellt, etwa über rauchschwache Pulver, eine Komponente, die in Rohrbomben zum Einsatz kommt.

Das Material konnte bei der Festnahme des Mannes sichergestellt werden, teilten die Behörden mit. Mit dem Sprengstoff hätte der Soldat mindestens zwei Zeitbomben basteln können, berichtet NBC. Er habe geplant, die Bomben am Donnerstag außerhalb der Post des Militärstützpunktes zu zünden.

Soldat gab 2010 Fernseh-Interviews
Der Soldat hatte am 4. Juli unerlaubt seinen Stützpunkt Fort Campbell im US-Staat Kentucky verlassen und war seitdem vermisst worden. In Interviews mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN und dem arabischen Fernsehsender Al-Jazeera hatte er im vergangenen Jahr gesagt, dass er als Muslim nicht in Afghanistan eingesetzt werden wolle. Laut Al-Jazeera ist der 21-Jährige palästinensischer Abstammung. Nach Angaben der Polizei wird er zudem wegen des Vorwurfs der Kinderpornografie gesucht.

Am 5. November 2009 hatte der palästinensischstämmige US-Militärpsychiater Nidal Hasan in Fort Hood zwölf Soldaten und einen Zivilist erschossen sowie 32 weitere Menschen verletzt. Kurz nach der Tat wurde bekannt, dass Hasan mit dem radikalislamischen Prediger Anwar al-Aulaqi in Kontakt gestanden hatte. Der Beginn von Hasans Prozess vor einem Militärgericht steht noch nicht fest. Im Falle einer Verurteilung muss er mit der Todesstrafe rechnen.

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