23.07.2011 14:22 |

11 Frauen erwürgt

Serienmörder in den USA schuldig gesprochen

Ein als "Serienkiller von Cleveland" berüchtigter Amerikaner ist jetzt wegen elffachen Frauenmordes schuldig gesprochen worden. Die zum Teil skelettierten Leichen der erwürgten Opfer waren im Haus und auf dem Grundstück des heute 51-jährigen Anthony Sowell gefunden worden. In einem Fall war nur noch ein Schädel übrig: Die Polizei entdeckte ihn in einem Papiersack im Keller. Dem Täter droht jetzt die Todesstrafe.

Die Geschworenenjury in Cleveland im Bundesstaat Ohio sprach Sowell am Freitag (Ortszeit) in 84 Anklagepunkten schuldig, unter anderem auch wegen Kidnappings sowie versuchter und vollzogener Vergewaltigung. Das Strafmaß muss nun in einer gesonderten Verfahren festgesetzt werden. Die Polizei schließt nicht aus, dass Sowell noch weitere Frauen umgebracht hat: Ihre Ermittlungen dauern an.

Die Morde wurden von 2007 bis 2009 verübt. Alle elf Opfer stammten der Anklage zufolge aus dem Raum Cleveland, manche lebten in der Nähe des Täters. Die Polizei kam Sowell unter anderem deshalb so spät auf die Spur, weil das Verschwinden der meisten Frauen niemandem aufgefallen war. Viele der Opfer seien drogenabhängig gewesen, hätten sich durch Prostitution und Diebstahl mit Geld versorgt, berichteten Medien unter Berufung auf Gerichtspapiere.

Bereits wegen Vergewaltigung verurteilt
Sowell, der bereits 1989 wegen einer Vergewaltigung verurteilt worden und 2005 nach 15 Jahren Haft aus dem Gefängnis freigekommen war, lebte in einem ärmlichen und heruntergekommenen Stadtteil. Vor den Leichenfunden in und an seinem Haus hatte er den Verwesungsgeruch mit einer nahe gelegenen Wurstfabrik erklärt.

Die Polizei kam dem Mörder schließlich im Herbst 2009 auf die Spur, nachdem eine von Sowell sexuell attackierte Frau geflüchtet war und Alarm geschlagen hatte. Bei der Durchsuchung des Hauses fand die Polizei den Medienberichten zufolge zunächst zwei verwesende Leichen auf dem Fußboden eines Raumes direkt neben dem Schlafzimmer, dann weitere Opfer in anderen Teilen des Hauses oder im Garten unter der Erde. Mehrere der Opfer hatten noch die Schnur um den Hals, mit der sie stranguliert worden waren.

Bis zum Schluss auf nicht-schuldig plädiert
Während die Angehörigen der elf getöteten Frauen nach dem Schuldspruch im Gerichtssaal weinten, zeigte der Angeklagte keine Regung. Sowell hatte wegen angeblicher Unzurechnungsfähigkeit auf nicht-schuldig plädiert.

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