13.07.2011 22:57 |

Frauenfußball-WM

US-Girls und Japanerinnen stehen im Finale

Die aktuelle Nummer eins der Welt steht auch im Finale der Frauenfußball-WM in Deutschland. Die USA, bereits 1991 und 1999 Champion, zogen am Mittwoch vor 25.676 Zuschauern in Mönchengladbach durch einen 3:1-Halbfinal-Triumph gegen Frankreich in das Endspiel am Sonntag in Frankfurt ein. Dort warten die Japanerinnen, die mit einer starken Vorstellung Schweden eliminierten.

Ein starker Beginn und ein fulminantes Finish sicherten den Amerikanerinnen gegen die technisch besseren Französinnen den schließlich auch verdienten Erfolg von zwei Mannschaften, die sich im Viertelfinale jeweils erst im Elfmeterschießen gegen Brasilien bzw. England durchgesetzt hatten.

Die US-Mädchen gingen bereits in der neunten Minute mit ihrem ersten gefährlichen Konter in Führung. Nach Vorarbeit von Lloyd und Amy Rodriguez O'Reilly, deren Schrägschuss von Cheney entscheidend ins lange Eck verlängert wurde, hieß es 1:0 für die ganz in Weiß angetretenen Amerikanerinnen. Die Französinnen, die oft recht gefällig kombinierten, hatten dann Riesenpech, als ein Schuss von Bompastor an die Latte klatschte (33.), nachdem drei Minuten vorher Thiney an der glänzend reagierenden Solo gescheitert war.

Starkes Finish der US-Girls
Nach der Pause drückten zunächst die Französinnen auf den Ausgleich, der auch in der 55. Minute verdientermaßen, wenn auch etwas glücklich fiel. Eine Flanke von Bompastor von der linken Seite, wobei Thiney den Ball verfehlte, aber Torfrau Hope Solo wohl entscheidend irritierte, fand den Weg in die lange Ecke zum 1:1. Im Finish setzten dann aber wieder die US-Amerikanerinnen zu. Wambach schraubte sich in der 79. Minute am langen Pfosten nach einem Corner von Cheney hoch und köpfelte aus kurzer Distanz das 2:1, dem Morgan in der 82. Minute mit einem eleganten Heber aus halblinker Position über Torfrau Sapowicz das 3:1 folgen ließ.

Japanerinnen spielen groß auf
Im zweiten Halbfinale spielten die Japanerinnen gegen Schweden groß auf und setzten sich vor 45.434 Zuschauern in Frankfurt souverän mit 3:1 durch. Der Erfolg der technisch und läuferisch klar stärkeren Asiatinnen, die im Viertelfinale immerhin Titelverteidiger und Gastgeber Deutschland eliminiert hatten, war hochverdient.

Zwar gingen die Skandinavierinnen in der 10. Minute nach einem Abspielfehler von Sawa, den Öqvist mit einem tollen Abschluss nützte, 1:0 in Führung, doch dann drehten die wendigen, flinken Japanerinnen voll auf, und die Tore mussten fast zwangsläufig fallen.

Nach einer Flanke von Miyama von der linken Seite beförderte Kawasumi den Ball in der 19. Minute irgendwie über die Linie zum 1:1. In der 59. Minute köpfelte Sawa nach einem Fehler von Torfrau Lindahl aus kurzer Distanz ins leere Tor zum 2:1. Wenig später, in der 64. Minute, klärte Lindahl im Herauslaufen, der Ball landete aber bei Kawasumi, die das Leder aus 35 Metern ins leere Tor hob.

Im Finish versuchten die Schwedinnen zwar noch einmal eine Resultatsverbesserung, aber vergeblich. Japan, vor dieser WM noch nie in der Runde der letzten Vier, zog erstmals ins WM-Finale ein.

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