Gratulationen zum Titel? Sind schön, nimmt man für gewöhnlich gern entgegen. Außer das Rennen ist nicht entschieden, dann ist’s mitunter - wenngleich lieb gemeint - problematisch.
Frag nach beim BC Vienna. Dort war etwa Manager Petar Stazic, der selbst „nie was verschreien“ will, ob der 2:0-Serienführung (best of 5) zuletzt vor der Startsirene zum dritten Finalspiel gegen Gmunden von einigen Leuten schon zum zweiten Meistertitel der Klubgeschichte beglückwünscht worden
ehe seine Basketballer erstmals daheim verloren, den Swans klar 86:107 unterlagen! Auch Coach Aramis Naglic zeigte sich wegen wahrgenommener Vorab-Feierlichkeiten „ein bisschen angefressen. Es ist nicht einfach zu gewinnen, wenn wir und die Leute im Umfeld zu früh feiern. Das ist ablenkend. Wir müssen cool bleiben!“
Zumal es mit kürzerer Bank (Jogela längst out, nun Jones verletzt) morgen am Traunsee bei aufgezuckerten Schwänen schwer genug wird, einen Wien-Showdown abzuwenden. Für den dann die Oberösterreicher das Momentum voll auf ihrer Seite hätten. Bisher gelang es zwar nur Kapfenberg 2003 gegen Gmunden und Güssing 2014 gegen die Steirer ein Serien-0:2 noch umzudrehen - aber es beweist, dass man nie zu früh feiern darf!
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