20.05.2022 12:00 |

Wirbel bei Wirten

Sperrstund in der Gastro ist immer früher

Die Teuerung und ausbleibende Gäste machen den Gastronomen zu schaffen. Manche verkürzen bereits die Öffnungszeiten oder sperren am Abend gar nicht mehr auf.

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Wer am Nachmittag oder am Abend noch etwas essen gehen will, kann schon mal vor versperrten Türen stehen. Immer öfter schließen Gastronomen am späteren Nachmittag ihre Pforten und verzichten auf das (mögliche) Abendgeschäft.

Sitzungen nicht beim Wirt
Es ist ein Trend, der sich bereits vor der Pandemie abgezeichnet habe, sagt Franz Perner, Spartengeschäftsführer in der Wirtschaftskammer. Vereine würden ihre Sitzungen lieber in den Vereinsräumlichkeiten abhalten als beim Wirt.

Die jüngere Generation sei in den Gasthäusern ohnehin weniger anzutreffen. „Da fällt eine ganze Gästeschicht weg“, sagt Perner. Und für einen schnellen Happen gehe man lieber zum Heurigen.

Personal gebündelt
Durch die Pandemie und jetzt durch die Teuerung sei der Trend zu den früheren Schließzeiten weiter befeuert worden. Letztlich müsse der Gastronom sein Personal dem Geschäft entsprechend bündeln. Und Umsatzbringer sind vor allem der Sonntag, der Freitagabend und die Familienfeier am Samstag.

Unter der Woche kann es hingegen schon sein, dass vergebens auf Gäste gewartet wird. In den Ballungszentren laufe das Mittagsgeschäft wieder gut an, meint Perner. Abholungen seien nach wie vor stark gefragt. Wo es hingegen kaum Baustellen oder Büros mit vielen Arbeitnehmern gebe, könne das Mittagsgeschäft auch überschaubar sein.

Zur Frage, ob die Menschen wegen der Teuerung sparen und aufs Essengehen verzichten, meint Perner, dass das Mittagessen beim Gastronomen nicht unbedingt teurer sein muss, als selbst zu kochen oder sich etwas vom Supermarkt zu holen.

Servietten teurer
Die Teuerung spürt jedoch auch die Gastronomie. Dabei würden sich gar nicht so sehr die Lebensmittelpreise niederschlagen als vielmehr die Energiepreise sowie „Nebengeräusche“ wie etwa deutlich teurer gewordene Servietten, so der Spartengeschäftsführer. Nicht überall sei es möglich, die Mehrkosten einfach weiterzugeben, etwa beim Spritzer, Bier oder Schnitzel.

Angesichts der angehenden Heurigen- und Buschenschanken-Saison schätzt Perner, dass auch diese heuer ihre Preise werden anpassen müssen.

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