15.05.2022 17:36 |

Zuspruch und Ablehnung

So stehen die Österreicher zu Klimarat-Ideen

Zum mittlerweile fünften und vorletzten Mal hat sich am Wochenende der Klimarat getroffen. Die Klimaschutz-Vorschläge des Gremiums finden Zuspruch und auch Ablehnung.

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Die Aufgabe des Gremiums, das aus 100 repräsentativ ausgewählten Bürgern besteht: Vorschläge erarbeiten, damit Österreich bis 2040 klimaneutral wird. Bevor der Politik Mitte Juni die Empfehlungen vorgelegt werden, waren alle Österreicher zehn Tage dazu aufgerufen, bei einer Online-Umfrage über die Vorschläge abzustimmen – 6000 Personen taten dies letztlich auch.

Besonders umstritten war der Vorschlag, Produktion und Konsum tierischer Produkte deutlich zu reduzieren. Zuspruch fand die Idee, nicht der Norm entsprechendes Obst und Gemüse in den Handel zu bringen, statt es zu vernichten. Kaum umstritten war auch der Vorschlag, dass sich Österreich für eine EU-weite Umsetzung der Kerosinsteuer einsetzen soll. Tempo 30 im Ortsgebiet wurde ebenso wie Tempo 100 auf der Autobahn von einer kleinen Gruppe vehement abgelehnt.

Strengere Klimaschutzvorgaben bei den Raumordnungsgesetzen und eine verpflichtende Erhebung des Leerstands bei Häusern und Wohnungen stießen auf große Zustimmung. Umstritten war hingegen die Idee, Eigentümer zur klimafreundlichen Sanierung von Häusern und zum Tausch alter Heizungen zu verpflichten.

Zustimmung für „Verbot der Vernichtung von Neuwaren bei Online-Retourware“
Breite Zustimmung kam zum vorgeschlagenen „Verbot der Vernichtung von Neuwaren bei Online-Retourware“ und dafür, versiegelte Flächen zur Gewinnung erneuerbarer Energie zu nutzen. Darüber, ob Österreich „globales Vorbild im Klimaschutz“ werden und Klimaschutz auch ohne soziale Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden soll, herrschte Uneinigkeit.

Besonders groß war diese bei der Aussage: „Aus Klimasicht reicht es nicht aus, auf E-Autos umzusteigen. Ich bin bereit, stärker öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, mit dem Rad zu fahren und zu Fuß zu gehen.“

Kronen Zeitung

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