Eisenstadt hätte jetzt die Chance, endlich wieder ein Kino zu bekommen. Die Pläne der Stadtgemeinde, das frühere Haydn-Kino am Oberberg wiederzubeleben, haben allerdings politische Debatten zur Folge. Die SPÖ warnt, dass das Projekt eine millionenschwere Kostenfalle werden könnte. Die ÖVP weist die Kritik zurück.
Die Diskussion um ein eigenes Kino in Eisenstadt geht seit Jahren. Nachdem das frühere Stadtkino schließen musste, gab es schon einmal Pläne für ein neues Lichtspielhaus. Die Gespräche waren weit gediehen, am Ende scheiterte es unter anderem am Widerstand der Anrainer - Standort wäre die Innenstadt gewesen.
Sorge wegen Kosten
Nun hat die Stadtgemeinde einen neuen Anlauf gestartet und will das denkmalgeschützte Haydn-Kino in ein kleines Kulturzentrum mit Programmkino verwandeln. Einen Beschluss für den Kauf gibt es bereits. Aufgrund des Alters des Gebäudes hat die SPÖ allerdings Bedenken. Kosten in Millionenhöhe könnten anfallen, warnt SPÖ-Stadtparteivorsitzende Charlotte Toth-Kanyak. Auch fehle ein Nutzungskonzept. Ein so teures Projekt planlos zu starten, sei verantwortungslos.
Für Öffentlichkeit öffnen
Toth-Kanyak habe noch immer nicht verstanden, dass das Projekt kein Kommerzkino werde, sondern dass der Oberberg mit einem Kultur- und Kleinkunstzentrum belebt werde, entgegnet ÖVP-Klubobmann Michael Bieber. Außerdem werde ein historisch wertvolles Gebäude wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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