Bald in Linz

Sex, High Heels und Rock’n’Roll

Sich aufbrezeln, eine tolle Show genießen und dabei auch noch ausgelassen mitmachen: Das Kölner Publikum gab sich bei der Premiere der „Rocky Horror Show“ völlig losgelöst. Auch für den von der „Krone“ präsentierten Tourstopp in Linz (12. bis 31. Juli) hofft man auf Zuschauer, die nach der Pandemie-Flaute bereit für einen verrückten Abend sind.

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„Bewaffnet“ mit Wasserpistolen, Konfetti, Ratschen und Gummihandschuhen füllten die Zuschauer - viele kamen in schrillen Outfits - den Kölner Musicaldome. Denn Fans des Kultmusicals wissen, dass bei der „Rocky Horror Show“ mitmachen gefragt ist! Wer es nicht wusste, wurde noch rasch vom Sitznachbar instruiert, wann was zu werfen und zu rufen ist und vielleicht mit einer überzähligen Federboa ausgestattet - und schon ging’s los! Das legendäre Musical aus den 70er-Jahren begeisterte in einer aufgefrischten, aber dennoch unverkennbar dem Klassiker verpflichteten Version. Hauptdarsteller Oliver Savile glänzte als Transvestit Frank’n’Furter nicht nur mit nackten Pobacken, sondern auch mit seiner Stimme: „Mittlerweile bin ich zum Glück wieder in Bestform. Leider musste ich zuvor einige Wochen aussetzen, weil ich nach einer Covid-Infektion Stimmbandprobleme bekam.“

Dass die Crew auf der viele Monate langen Tournee durch den deutschsprachigen Raum auch mit zahlreichen Infektionen zu kämpfen hatte, mag dazu beigetragen haben, dass sie rasch zusammenwuchs: „Wir sind wie eine Familie, haben uns sogar gegenseitig die Mahlzeiten vors Hotelzimmer gestellt, wenn wieder jemand in Isolation war“, erinnert sich Savile.

Auch Schauspieler Sky du Mont („Der Schuh des Manitu“), der als Erzähler dabei ist, bestätigt den engen Zusammenhalt: „So eine tolle Truppe habe ich noch nie erlebt, obwohl ich das jetzt schon zum vierten Mal mache!“ Er freut sich besonders auf seinen Einsatz in Linz: „Ich liebe die Stadt, hatte dort eine Cousine. Die Österreicher sind ja so kulturaffin, das ist wunderbar.“

Seine Aufgabe in der Show ist nicht unwichtig, zwischen Sex, Strapsen und Rock’n’Roll kann man schon mal den Faden des Geschehens verlieren. Dennoch ist es Tradition, dass das Publikum den Erzähler ausbuht oder schmäht: „Für Linz wünsche ich mir pfiffigere Kommentare aus dem Zuschauerraum als jene, die in Köln kamen - da gebe ich dann auch gerne Kontra“, so der 74-Jährige. Wer beim von der „Krone“ präsentierten Musical den „Time Warp“ tanzen will, sollte sich rasch Tickets sichern!

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