3879 Gegenstände

Sogar Prothesen und Autotüren landen im Fundbüro

Schlüssel, Geldtaschen und Handys – aber auch Reifen, Baustellenlichter und sogar Kinderwägen oder Rollatoren: Mit solchen Gegenständen müssen sich die Mitarbeiter im Linzer Fundbüro Tag für Tag herumschlagen. Um im großen Kellerlager wieder Platz zu schaffen, warten am 13. Mai 124 Fahrräder auf neue Besitzer.
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Wer etwas verliert, hat hier eine gute Chance, fündig zu werden: Gemeint ist das Fundbüro im Erdgeschoß des Neuen Rathauses. Wo Katrin Weilguny und ihre Kolleginnen einerseits die Verluste anderer akribisch verwalten und andererseits aber jede Menge Dinge sammeln, die wohl keiner der rechtmäßigen Besitzer vermisst oder tatsächlich im Fundbüro vermutet.

Klassiker und Kurioses
„Man kann sich gar nicht vorstellen, was Menschen alles verlieren“, erzählt Weilguny und lacht. Denn neben Klassikern wie Schlüssel, Geldtaschen, Handys oder Regenschirme werden auch immer wieder durchaus kuriose Fundsachen abgegeben. „Etwa eine Autotür, Baustellenlichter, Zahnprothesen und zuletzt in Corona-Zeiten verstärkt Hörgeräte und Ohrringe, die wohl durch das Abnehmen der Maske verloren gingen“, so die Fundbüro-Mitarbeiterin. Aktuell warten insgesamt 3879 Fundstücke im Neuen Rathaus darauf, abgeholt zu werden. Für alle Gegenstände gilt: Sie werden ein Jahr aufbewahrt. Danach gehen sie entweder in den Besitz des Finders über, werden versteigert oder zu Flohmarktpreisen im Fundbüro verkauft.

Großer Rad-Abverkauf am 13. Mai
Wie auch am 13. Mai. Da werden im Festsaal des Neuen Rathauses nicht weniger als 124 Fahrräder, welche eben innerhalb der gesetzlichen Frist nicht abgeholt wurden, zum Kauf angeboten. Achtung: Nur Barzahlung möglich! Das Angebot ist bunt gemischt – vom schon etwas älteren Drahtesel über City- und Mountainbikes bis hin zum modernen E-Bike. Letztere sind um 400 Euro zu haben, alle anderen kosten zwischen 50 und 250 €.

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Freitag, 27. Mai 2022
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