Bad Leonfelden

„Den Brunnen zu verschütten ist eine Sauerei!“

Nach dem „Krone“-Bericht über eine Brunnenverschüttung am Sternstein bei Bad Leonfelden herrscht nicht nur in der Mühlviertler Kleinstadt, sondern auch bei vielen Linzern, die sich dort oft Wasser holten, Aufregung. Auch der Linzer ÖVP-Gemeinderat Joe Hackl meldete sich: „Das ist echt eine Sauerei! Auch im “Krone"-Forum wird eifrig diskutiert. 

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„Ich bin oft oberhalb des Thim-Brunnens beim Gasthaus Waldschenke. Ich hab´mir selbst schon oft dort Quellwasser geholt. Für mich ist es völlig unverständlich, warum der Bad Leonfeldner Bürgermeister diesen Brunnen demolieren ließ“, ärgert sich Joe Hackl.

Zu Wort gemeldet hat sich erneut Judith Wimmer aus Vorderweißenbach, welche die „geheime“ Brunnenverschüttung öffentlich machte: „Offenbar hatte man sich seitens der Gemeinde nach dem Schnellschuss noch nicht auf eine einheitliche Diktion geeinigt. Denn der Amtsleiter hat in einem mündlichen Gespräch noch am Freitag behauptet, der Müll (den es leider tatsächlich immer wieder einmal gegeben hat) sei NICHT das Problem, den könne man ja eh wegräumen, sondern die Bankettschäden und die Fahrzeugbergungen und dass es durch „Umleiten“ des Wassers mitunter zu verstärktem Glatteis gekommen ist. Und das Wasser sei nicht so besonders, drum - sinngemäß - sei eh nicht schade.“

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Es ist ja kaum vorstellbar, dass der Gemeinde für so simple Problemlösungen die Phantasie fehlt - vielmehr macht es offensichtlich, dass man daran gar kein Interesse hatte, sondern endlich Tatsachen schaffen konnte.

Judith Wimmer kritisiert die Brunnen-Demontage

„Gab schon seit Jahren Bestrebungen“
Wenn die Gemeinde nun lediglich den Grundeigentümer „unterstützt“ haben will (und ihm so den Schwarzen Peter zuschiebt), dann entspricht das insofern nicht den Tatsachen, als es seitens der Gemeinde bereits offenbar seit Jahren Bestrebungen gab, die Quelle abzudrehen (schon unter dem Vorgänger von Wolfesberger)“, schribt Wimmer. „Das war ja gerade der Auslöser für die privaten Testungen des Wassers.“

Konstruktive Vorschläge
„Und als tatsächliche „Unterstützung“ hätten ganz einfache Maßnahmen ausgereicht, um die auftretenden Probleme zu beheben und den Brunnen für die Wanderer bzw. die Ortsbevölkerung zu erhalten:
- ein Gitter unter dem Brunnenrohr hätte ermöglicht, eine Flasche unter dem Wasserstrahl abzustellen u. ohne Verrenkungen zu befüllen - das hätte verhindert, dass Wasser mithilfe eines Schlauches neben dem Brunnen abgefüllt wird, wie es fallweise praktiziert wurde (und was mitunter zu Glatteis um den Brunnen geführt hat, wovon die Straße jedoch nicht betroffen war!).
- noch viel effizienter: ein einfacher (Holz)zaun oder Steinblöcke um das idyllische Areal hätten verhindern können, dass man mit dem Auto de facto bis in den Brunnentrog fahren konnte. Ohne direkte Parkmöglichkeit vor der Quelle hätte das jene Wassertouristen abgehalten, die dort unzählige Kanister befüllt, währenddessen dort gelagert haben und leider auch Müll hinterlassen haben. 

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