„Du spürst von Beginn an den Druck des Landes!“ In seiner „Krone“-Kolumne äußert sich Herbert Prohaska zum Teamchef-Posten im ÖFB-Nationalteam. Ralf Rangnick wäre aus seiner Sicht eine gute Lösung.
Noch gut erinnere ich mich an meine erste Pressekonferenz als Teamchef. Da stellte man mir die simple Frage, wann am nächsten Tag das erste Training wäre. Ich sagte, es sei um 10. Daraufhin der Journalist: „Warum? Beim Happel ging es schon um 9 los.“ Das hat mir nachdrücklich gezeigt, wie hoch die Messlatte auf diesem Posten ist, bei mir als Nachfolger unseres Trainer-Gottes besonders. Da fragte ich mich: Wie geht das gut?
Als Austria- oder Rapid-Coach hast du immer genug Kritiker, aber als Teamchef bist du für das ganze Fußball-Wohl des Landes verantwortlich. Das Team nehmen sehr viele Leute fast persönlich. Am besten wusste ich das, als ich bei meinem ersten Länderspiel gegen Griechenland die Hymne erlebte. Das war Gänsehaut. Als Spieler hatte ich sie ja auch gehört, aber da denkst du dir, du bist einer von elf.
Im Vorfeld war die Anspannung bei mir weit geringer als gestern und heute bei den Kandidaten, die auf einen Anruf warteten. Einer, der sich selbst nicht ins Spiel bringen musste, ist Ralf Rangnick, der seit gestern gehandelt wird. Ihn hätte ich mir als Teamchef nicht vorstellen können, er wäre aber sicher eine gute Lösung. Er hat bei Red Bull Salzburg bewiesen, wie er einen Klub entwickeln kann, war auch der, der das Projekt Hoffenheim in die deutsche Bundesliga begleitet hat.
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