"Der Verband verzichtet auf seine weitere Tätigkeit. Er hat den Bogen mit seinen schädigenden Äußerungen in der Öffentlichkeit überspannt", meinte Präsident Dieter Kalt am Freitag. Der von Setzinger während der WM ins Kreuzfeuer seiner Kritik genommene Verbandschef merkte auch an, dass die Maßnahme nicht von seiner Person ausgegangen war: "Es war nicht meine Entscheidung, sondern die des Vorstands."
Kalt hatte bei den für Österreich mit dem Abstieg aus der A-Gruppe geendeten Titelkämpfen nach einem 0:5 gegen Norwegen das Fehlen von Führungsspielern beklagt, Setzinger konterte einen Tag später nach dem 2:7 gegen Weißrussland ("Es ist immer leicht, von oben zuzusehen, im VIP-Raum Hors D'oeuvre zu essen und zu sagen, es fehlen die Leader"). Der Vorstand reagierte nun Wochen später. "Solche Äußerungen bringen in eine Mannschaft noch mehr Wirbel. Solche Einzeldarsteller brauchen wir nicht", erklärte Kalt.
Gnadenloser Gegenschlag
Setzinger holte nach der Entscheidung des Verbandes zum Gegenschlag aus und kritisierte auch, dass er die Entscheidung nur via Medien erfahren habe. "Dass mich der österreichische Eishockeyverband nach elf Jahren Seniorennationalteam und über 150 Spielen eliminiert, ist nur rückgradlos und peinlich. Aber das sagt alles über unseren Verband aus", sagte der 27-Jährige.
Er sei sich bewusst gewesen, dass seine Äußerungen nicht ohne Folgen bleiben würden, so der Lausanne-Legionär. Dass er diese nur geäußert habe, um sich "von einer verkorksten WM abzuputzen", dementierte Setzinger: "Ich wollte nur, dass vielleicht mal ein paar Verantwortlichen die Augen geöffnet werden und diese realisieren, dass es allerhöchste Eisenbahn ist, um etwas zu unternehmen."
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