IT-Expertinnen und -Experten des Österreichischen Bundesheeres haben gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen der deutschen Bundeswehr an der weltgrößten und komplexesten Cyber-Abwehrübung „Locked Shields“ teilgenommen. Dabei wurden virtualisierte Systeme und simulierte kritische Infrastrukturen verteidigt.
Ausrichter der mehrtägigen Übung war das NATO-akkreditierte Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE) in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Aus den Standorten Wien, München und Euskirchen verteidigte das Team des heimischen Heeres kritische zivile und militärische Infrastrukturen gegen Angriffe im und aus dem Cyberraum: Wasserkraftwerke, Stromversorgung, Satellitenkommunikation, 5G-Funknetze, Forschungseinrichtungen.
Angriffe in hoher Frequenz und mit steigender Intensität
Diese Cyber-Attacken wurden durch das CCDCOE, welchem Mitgliedstaaten und Partnernationen des nordatlantischen Bündnisses, aber auch Wirtschaftsunternehmen, Forschungseinrichtungen und Think Tanks angeschlossen sind, in hoher Frequenz und mit steigender Intensität eingespielt. Aus Österreich nahmen 28 Personen des Bundesheeres und sechs Partnerfirmen mit zwölf Personen teil, aus Deutschland 44 Personen der Bundeswehr und 13 Experten von sechs Behörden.
Platz 7 für österreichisch-deutsches Team
In einem fiktiven Szenario verteidigten insgesamt 24 verschiedene „Blue Teams“ etwa 5500 virtualisierte Systeme gegen mehr als 8000 Attacken aus Tallinn. Nach über einem Tag mit kontinuierlichen Angriffen und nach Auswertung der Leistungen aller Teams stellte sich das „Blue Team“ der Finnen als in allen Kategorien beste Mannschaft heraus, dicht gefolgt vom litauisch-polnischen Team und dem Team Estlands. Das österreichisch-deutsche Team belegte laut Aussendung der Bundeswehr den siebenten Platz.
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