Salzburg sicherte sich mit 5:0-Erfolg gegen die Austria vorzeitig den Meistertitel. Youngster Karim Adeyemi inszenierte sich als größter Partytiger. „Beim Feiern bin ich der Chef“, sagt er. Bierduschen setzte es für Coach Jaissle und Sportdirektor Freund.
Der neunte Titel in Folge ist unter Dach und Fach! Mit einer 5:0-Galavorstellung gegen die Austria sicherten sich die Bullen vorzeitig die 13. Meisterschaft in der Red-Bull-Ära und die 16. insgesamt für Salzburg. Okafor, Adeyemi und Sucic trafen in Halbzeit eins. Nach dem Wechsel waren Aaronson und Camara jeweils per Elfmeter erfolgreich. Vor 15.496 Zusehern in Siezenheim brachen nach dem Schlusspfiff alle Dämme.
Bierduschen-Opfer Jaissle
Erstes Bierduschen-Opfer war wenig überraschend Trainer Matthias Jaissle. „Ein richtig geiles Gefühl, Emotion pur. Wir haben uns für unseren enormen Aufwand belohnt, das ist nicht selbstverständlich“, jubelte der Coach über seinen ersten Titel im Profibereich. Der 34-Jährige ist seit gestern auch der jüngste Meistertrainer in der Bundesliga-Geschichte. Die Erleichterung war dem Deutschen definitiv anzumerken. „Ich habe mir selbst den meisten Druck gemacht. Ich werde den Moment jetzt auf jeden Fall genießen.“
Klassiker als Lieblingslied
Aber nicht nur Jaissle wurde nassgemacht, auch Sportdirektor Christoph Freund bekam das eine oder andere Bier ab. Gemeinsam mit den Fans der Nordkurve wurde am Platz kräftig gefeiert, die richtige Party startete aber erst in der Kabine. Musikalisch setzte der Meister auf den Neil Diamond-Klassiker „Sweet Caroline“. „Das Lied läuft bei uns rauf und runter“, so Nicolas Seiwald.
Selbsternannter größter Partytiger ist Stürmer Karim Adeyemi. „Beim Feiern bin ich der Boss“, meinte der 20-Jährige, fügte grinsend hinzu: „Zum Trinken gibt es bei uns nur Wasser.“ Angesprochen auf seine fußballerische Zukunft und seinen bevorstehenden Wechsel zu Dortmund gab er sich dafür wortkarg: „Die Medien wissen mehr als ich.“
Viel Zeit zum Feiern bleibt den Salzburgern nicht. Schon am Mittwoch gastiert man bei Sturm, viel wichtiger ist dann das Cup-Finale am Sonntag gegen Ried. „Wir haben noch etwas vor uns und wollen auch den Cup gewinnen“, betonte Jaissle.
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