07.04.2022 11:21 |

In kommenden 5 Jahren

Bundesheer: Budgetsteigerung auf 1,5 Prozent

Über die geplante Erhöhung des Heeresbudgets wurde seit Beginn des Krieges in der Ukraine schon viel geredet. Nun hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner erstmals konkrete Zahlen genannt. Die ÖVP-Politikerin sprach bei der Präsentation des Berichtes „Risikolandschaft Österreich 2022“ am Donnerstag von einem Anstieg von derzeit 0,6 Prozent auf 1,5 Prozent in den kommenden fünf Jahren.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Der Milizbeauftragte Erwin Hameseder forderte eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets „deutlich über ein Prozent und zusätzliche Investitionspakete, um die großen Versäumnisse der Vergangenheit rasch aufzuholen“. Er verlangte auch eindringlich die Wiedereinführung der verpflichtenden Milizübungen. „Nur wer regelmäßig übt, kann seinen Auftrag erfüllen“, so Hameseder.

Russland-Sanktionen „sind eine Gratwanderung“
Die Mehrheit der Bevölkerung wolle, dass jetzt gehandelt werde, verwies Hameseder auf aktuelle Umfragen. „Lassen Sie uns die richtigen Schlussfolgerungen treffen, damit wir morgen sicher sind“, sagte Hameseder. Er warnte gleichzeitig vor den Folgen wirtschaftlicher Sanktionen gegen Russland für den Westen selbst. Es drohe der Verlust vieler Arbeitsplätze. „Sanktionen sind eine Gratwanderung“, man müsse aufpassen, dass sie uns nicht mehr schaden als dem Adressaten Russland.

Zitat Icon

Sanktionen sind eine Gratwanderung.

Milizbeaufrtragter Erwin Hameseder

Tanner: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit mehr
Tanner bezeichnete den Krieg als „Zäsur für die europäische Sicherheitspolitik“. „Der Frieden ist keine Selbstverständlichkeit mehr.“ Wir müssen die richtigen Lehren daraus ziehen. „Wir müssen die Verteidigung unseres Landes sehr breit aufstellen, wir benötigen ein deutlich höheres Verteidigungsbudget“, so Tanner.

Das Bundesheer müsse seine Kernkompetenzen stärken und weiter ausbauen. „Konzepte gibt es genug, die sind vorhanden. Jetzt geht es darum, die auch umzusetzen“, so Tanner in Richtung der Grünen, die bei der Erhöhung des Heeresbudgets auf der Bremse stehen und „Konzepte“ einfordern. „Wir werden nichts kaufen, was wir nicht dringend benötigen“, so Tanner weiter.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 22. Mai 2022
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)