Das Endspiel gegen den Olympia-Zweiten um die Endrundenteilnahme war die erwartet schwere Aufgabe. Nach der bitteren 20:28-Heimniederlage in Innsbruck gegen Deutschland wollte das Team von Magnus Andersson das Spiel von außen aufziehen, teilweise gelang dies, doch scheiterten Flügelflitzer Konrad Wilczynski und Co. immer wieder am überragenden Tormann Björgvin Gustavsson.
Österreich war mit dem 1:0 nur einmal in der gesamten Partie in Führung und danach immer auf verlorenem Posten. Nach viereinhalb Minuten lagen die Gäste bereits 1:4 zurück, der höchste Rückstand in Hälfte eins war ein 12:20, mit einem 14:21-Rückstand ging Österreich in die Pause. Aus dem erhofften Umschwung in den zweiten 30 Minuten wurde nichts, nach nur fünfeinhalb Minuten waren die Isländer auf 27:17 davongezogen.
Debakel beim 200. Länderspiel von Fölser
Das ÖHB-Team hätte sich erstmals aus eigener Kraft für eine EM qualifizieren können, stattdessen lief das Team im 200. Länderspiel von Patrick Fölser in ein Debakel. Alles Aufbäumen nützte nichts, nach 18 Minuten in der zweiten Hälfte bei 37:24 für Island war die Partie bereits endgültig verloren, die Resignation spürbar. Am Ende wurde es eine 29:44-Abfuhr.
Die deutsche Mannschaft verabschiedete Bundestrainer Heiner Brand mit einem 32:22 (17:11) in der bereits bedeutungslosen Partie gegen Lettland. Der 58-Jährige wird ab 1. Juli Manager im Deutschen Handballbund. Er verließ das Team mit einer erfolgreichen Qualifikation für die Kontinentaltitelkämpfe, fixiert mit dem Erfolg am Mittwoch gegen Österreich.
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