Kurve flacht ab

GECKO: Höhepunkt in Spitälern bald überschritten

Politik
02.04.2022 12:00

Die Omikron-Welle in Österreich scheint nach sinkenden Zahlen der vergangenen Tage wieder deutlich abzuflachen. Dies verhilft auch der GECKO-Kommission zu einer mittlerweile etwas optimistischeren Prognose: Die Belastung der Krankenhäuser ist zwar nach wie vor enorm, dennoch scheint der Höhepunkt wohl bald überschritten zu werden. Mit Blick auf den Herbst bleibt es aber wichtig, noch möglichst viele Menschen von der Impfung zu überzeugen: Dazu hat die Kommission Vorschläge erarbeitet.

Die Tendenz der Infektionszahlen ist im Sinken begriffen - und das nicht nur in Österreich, wie GECKO in seinem aktuellen Executive-Report berichtet. Ein Ländervergleich habe gezeigt, dass die meisten Regierungen trotz zuletzt stagnierend hoher Fallzahlen eine vollständige Öffnung des wirtschaftlichen und sozialen Lebens umgesetzt haben.

Ganz wesentlich in die Karten dürften dabei wieder einmal die steigenden Temperaturen spielen. Gepaart mit einer höheren Luftfeuchtigkeit, dürfte sich die Ausbreitung des Virus wieder deutlich reduzieren.

Katharina Reich, Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit, und ihr GECKO-Kollege, Generalmajor Rudolf Striedinger (Bild: Krone KREATIV, APA/Georg Hochmuth, APA/Florian Wieser, Krone KREATIV)
Katharina Reich, Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit, und ihr GECKO-Kollege, Generalmajor Rudolf Striedinger

Leichte Entspannung in manchen Bundesländern
Eine gänzliche Entwarnung stellt dies jedoch noch nicht dar: Nach wie vor ist die Situation in den Krankenhäusern „sehr angespannt“, wie aus dem Bericht hervorgeht. Vor allem aufgrund der vielen Personalausfälle mussten schließlich auch zahlreiche Operationen verschoben, Stationen und Operationssäle gesperrt werden. Das Personal sei „zum Teil sehr erschöpft“. Dennoch gibt es auch hier einen Hoffnungsschimmer: In einigen Bundesländern sei bereits wieder eine leichte Entspannung festzustellen.

(Bild: Sozialministerium)

Fraglich ist nun, wie man mit dem schleppenden Impffortschritt umgehen soll. Dieser ist mittlerweile europaweit zunehmend verhalten, wie GECKO analysiert. Daran hat auch der Einsatz des sogenannten Totimpfstoffs des Unternehmens Novavax nicht wirklich etwas geändert.

Impfung: Junge müssen überzeugt werden
Der Schlüssel, die Skeptiker doch noch von einer Schutzimpfung zu überzeugen, liegt laut GECKO in Information, Information und noch mehr Information: Vor allem für jüngere Menschen spiele das Thema Selbstschutz als Impfmotiv nur eine geringe Rolle, dafür gibt es bedeutende Sorgen bezüglich möglicher Nebenwirkungen und der Sicherheit der Vakzinen - hier könne demnach entsprechend angesetzt werden. Dazu könne ein schwerer Verlauf oder gar eine Long-Covid-Erkrankung auch diese Altersgruppe betreffen.

Vor allem die Meinung von Experten und Ärzten könnte hierbei den Anstoß geben, sich doch noch impfen zu lassen - sie genießen, neben Wissenschaftlern und den Gesundheitsbehörden, das größte Vertrauen bei Informationen zum Virus.

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