23.03.2022 15:30 |

Neuer „Riesen“-Champ

ÖSV-Routinier bremst die „Familie Feurstein“ aus

Am zweiten Tag der österreichischen Alpin-Staatsmeisterschaften (ÖM) in der Silvretta Montafon (Vorarlberg) gab es im Riesentorlauf einen (Mit)-Favoritensieg. Der Salzburger Stefan Brennsteiner, der sich im Vorjahr um gerade einmal zwei Hundertstel dem - inzwischen als Ski-Experten für die „Krone Vorarlberg“ tätigen - Lecher Magnus Walch geschlagen geben musste, schlug am Mittwoch zurück und verwies beim Heimspiel zwei „Gsiberger“ auf die Plätze.

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Zwei Hundertstel waren es am 30. März 2021, die den Salzburger Stefan Brennsteiner am Glungezer (T) von seinem ersten Staatsmeistertitel trennten. „Magnus ist ein richtig guter Freund von mir und ich habe ihm den Sieg von Herzen gegönnt“, sagt der 30-jährige Fischer-Pilot.

„Gleichzeitig hat es mich aber unheimlich angezipft, weil ich diesen Titel unbedingt wollte. Dadurch, dass es davor bei österreichischen Meisterschaften für mich nie wirklich gut gelaufen ist, wurde dieses Rennen über die Jahre für mich immer wichtiger. Dass ich es jetzt endlich gewinnen konnte, freut mich wirklich sehr.“

Anders als im vergangenen Jahr war es am Mittwoch zudem eine deutliche Sache. Im Ziel lag Brennsteiner, der zum Saisonende wieder richtig gut in Schuss gekommen ist und zuletzt beim Weltcupfinale in Courchevel Rang zwei hinter Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt belegte, satte 44 Hundertstel vor dem Vorarlberger Lokalmatador Patrick Feurstein, der nach dem ersten Durchgang noch in Führung gelegen hatte. Der Sensationsvierte des Weltcup-Klassikers von Alta Badia war dennoch zufrieden: „Auch mir ist es bislang bei österreichischen Titelkämpfen in der allgemeinen Klasse noch nie wirklich gut gelaufen, drum freue ich mich auch über Rang zwei. Zumal Brandy alles andere als leicht zu schlagen ist.“ 

Das ÖM-Podest wurde von Feursteins Cousin Lukas komplettiert. Für die (Ski)-Familie Feurstein eine Premiere. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon einmal gemeinsam auf dem Podest gestanden wären“, sagte der 25-jährige Patrick, der sich mit seinem um fünf Jahre jüngeren Cousin mit freute. „Das ist ein richtig cooler Saisonabschluss für mich“, sagte Lukas, der sich als Dritter der Europacupgesamtwertung im Super-G zuletzt einen fixen Weltcupstartplatz für den Winter 2022/23 sicher konnte. „Österreichischen Meisterschaften sind immer ein besonderes Rennen, besonders dann, wenn sie so wie hier bei Weltklassebedingungen gefahren werden können“, streute der Mellauer den Veranstaltern in der Silvretta Montafon Blumen.

Nicht nach Wunsch lief es für Manuel Feller. Dem Tiroler, der als bester Österreicher in der Weltcup-Riesentorlaufwertung auf Rang drei gekommen war und sich erst kurzfristig zu einem Start in der Silvretta Montafon entschieden hatte, unterlief im ersten Durchgang ein schwerer Fehler. Mit 2,95 Sekunden Rückstand auf Halbzeitleader Feurstein schaffte er nicht den Sprung in die Top-30, auf einen - in diesem Fall möglichen - Start im zweiten Lauf, verzichtete der 29-Jährige dann von sich aus.

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