Im Pinzgauer Saalachtal gibt es keine Gasleitung. Auch und vor allem nicht in Weißbach bei Lofer. Die 414-Seelen-Gemeinde zählt 160 Haushalte und nur mehr acht Öl-Heizungen. Der Ort und sein Bürgermeister sind drauf und dran, auch noch die verbliebenen acht fossilen Heizungen zu tauschen.
„Wir haben im Ortskern zu 80 Prozent Nahwärme, auf dem Schul- und Feuerwehrdach Fotovoltaik. Damit versorgen wir alle öffentlichen Gebäude und sogar die Straßenbeleuchtung“, erklärt Ortschef Josef Hohenwarter (ÖVP). Seit über 14 Jahren werden die Abwärme einer Tischlerei und Biomasse genutzt, Gemeindegebäude wurden saniert und die Fotovoltaik ausgebaut.
Neue Bauvorhaben mit Nahwärme-Pflicht
Der ökologische Weg war im Ort aber nicht unumstritten. „Es war nicht jeder Feuer und Flamme, gerade bei billigen Öl-Preisen“, so Hohenwarter. „Manchmal muss man Anreize schaffen, um die Menschen zum Umdenken zu bewegen.“ Zu bestehenden Förderungen vergibt der Bürgermeister deshalb auch eigene an die Bewohner.
Acht neue Bauparzellen wurden unlängst verkauft. An die 40 neue Bürger werden sich bald in Weißbach niederlassen. Bereits beim Kauf verpflichteten die sich, ihre neuen Wohnungen auch mit Nahwärme ökologisch zu versorgen.
Schon seit 1998 ist der kleinste Pinzgauer Ort „e5“-Gemeinde. Weißbach steht mit über 81 Prozentpunkten in der Bewertung sogar österreichweit im Spitzenfeld des Öko-Programms für Gemeinden. Einzig die acht Öl-Kessel im Ort stören noch. „Wir haben immer wieder Gespräche geführt, werden diese jetzt wieder suchen. Denn der billige Ölpreis zählt nicht mehr als Argument.“









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