GUTEN MORGEN

Hin und Her | Krieg und Hunger

Gerade noch hatte der neue Gesundheitsminister davon gesprochen, die Menschen würden das „Hin und Her“ bei den Corona-Maßnahmen nicht verstehen. Und hatte damit begründet, warum man trotz explodierender Corona-Infektionszahlen bundesweit (außer in Wien, wo anhaltend Beschränkungen gelten) bei der seit 5. März geltenden Aufhebung so gut wie aller Maßnahmen bleibe. Freitag Abend um 18 Uhr trat Johannes Rauch dann vor die Presse und verkündete, dass man nun doch wieder einmal vom Hin ins Her wechsle: Weil die Infektionszahlen deutlich über der Prognose lägen und sich die Situation in den Spitälern vor allem aufgrund einer hohen Zahl an erkrankten Krankenhausmitarbeitern immer weiter zuspitze, müsse man nun doch Maßnahmen ergreifen. Und so kehrt ab - voraussichtlich - Mittwoch kommender Woche die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen wieder. Vielleicht besteht ja doch ein Zusammenhang zwischen zu früher Öffnung und stark steigenden Infektionszahlen? Ja, so vorausschauend, wie diese Regierung mit der Bewältigung der Corona-Pandemie umgeht - da muss man für die erwartete nächste große Welle im Herbst Schlimmes befürchten.

Krieg und Hunger. Der Krieg in der Ukraine - er fordert nicht nur im nahen Land im Osten täglich viele Opfer, unter der Zivilbevölkerung, unter den ukrainischen Verteidigern, und auch unter den angreifenden russischen Soldaten. Er dürfte in weiterer Folge auch im Nahen Osten und im fernen Afrika noch viele Opfer fordern. Wie das? Die Kornkammer Ukraine produzierte bisher ganz besonders auch für südliche Krisen-Länder wie Libanon, Jordanien oder Äthiopien. Besorgniserregender Nebeneffekt, wenn die Ukraine als Riesenlieferant ausfällt: Die Getreidepreise werden international noch weiter stark steigen, viele der 43 Millionen Menschen, die schon vor dem Ukraine-Krieg an der Schwelle zur Hungersnot standen, verkraften die Preisschocks nicht, fürchtet man beim Welternährungsprogramm. So dürfte dieser so unnötige Krieg in Europa auch noch in Teilen Afrikas und Asiens viel Leid verursachen.

Einen schönen Samstag!

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