Sandstürme als Gefahr

Bauern leiden: „Der Wind bläst uns die Ernte weg!“

Viel Staub aufgewirbelt hatte ein „Krone“-Bericht über Sandstürme im Weinviertel: Vor allem im Bezirk Hollabrunn fegte das Tief „Ylenia“ über die Felder und blies dabei den wertvollen Boden davon. Jetzt ist ein Streit um die Pflege von Windschutzgürteln entbrannt. Es geht - wenig überraschend - um das liebe Geld.

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„Der Sturm bläst uns den Humus vom Acker“, fasste es Grünen-Mandatar Georg Ecker nach dem Sandsturm im Februar zusammen. Der Landtagsabgeordnete und Gemeinderat in Hollabrunn will nun Landwirte in die Pflicht nehmen: „Wir müssen rasch handeln, um diese beginnende Erosion unserer Felder zu stoppen!“ Gerade vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges, der unvermeidlich zu einer weltweiten Verknappung bei Weizen, Gerste und Mais führen wird, ist die Forderung der Öko-Partei brandaktuell.

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Windschutzgürtel wurden nicht entfernt, das wäre genehmigungspflichtig. Aber Trockenheit und Schädlingsbefall haben den Landschaftselementen zuletzt stark zugesetzt.

Friedrich Schechtner, Obmann der Bauernkammer Hollabrunn

Nun melden sich auch die Landwirte zu Wort, die den Vorwurf, nicht genug für die Böden zu tun, nicht stehen lassen wollen. Bei der Landwirtschaftskammer heißt es, man könne ja Windschutzgürtel nicht ohne Weiteres wegreißen. Doch für deren Pflege würden die Bauern nicht fair entlohnt werden. Wetterextreme und Krankheiten wie Feuerbrand hätten diese wichtigen „Wellenbrecher gegen den Sturm“ aber dezimiert, heißt es.

Immer weniger Grünstreifen
So richtig zuständig fühlt sich offenbar also niemand: Wobei natürlich die Bauern die ersten Leidtragenden sind, wenn der Wind die fruchtbare Erde – und damit die Ernte – davonträgt. Und dennoch werden die Grünstreifen immer weniger, weil sie sich offenbar finanziell nicht lohnen. „Die anhaltende Trockenheit verstärkt das Problem noch“, sagt Ecker. Eines sei klar: „Je länger wir mit Gegenmaßnahmen warten, desto größer wird das Problem für uns alle!“

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