15.02.2022 19:46 |

Anflug von Optimismus

Gecko-Report vor Gipfel: Sanctus für Lockerungen

Der Corona-Krisenstab Gecko hat vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch eine vorsichtig optimistische Prognose abgegeben. Man gehe davon aus, dass neue Öffnungen „keinen signifikanten Einfluss“ auf die Infektionskurve hätten, heißt es in einem „Ad-hoc-Executive Report“ von Dienstagabend. Voraussetzung für weitere Lockerungen seien ein Überschreiten des Omikron-Höhepunkts und eine „klare Abflachung der Dynamik“. Ob dies derzeit schon gegeben ist, geht aus der Prognose nicht hervor.

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Die aktuellen Modelle, die auch die Subvarianten BA1/BA2 inkludieren, würden - wenig überraschend - zeigen, dass frühere Öffnungsschritte zu höheren Fallzahlen führen können, wird in der knappen Stellungnahme angemerkt. Nach Überschreiten des Höhepunkts seien Lockerungen aber „sehr gut möglich“. Das liege unter anderem daran, dass die gemessene Dynamik dem realen Geschehen um etwa eine Woche nachhinke, nach einem Peak also eine „rasche Abnahmedynamik“ bestehe. BA1 und BA2 sollten jedenfalls getrennt betrachtet werden, lautet eine weitere Empfehlung.

Weitreichende Entscheidungen bei Mittwochs-Gipfel?
Der für Mittwoch angesetzte Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern könnte auch ein Ende der Gratistests mit sich bringen. Zuletzt hatte sich etwa Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) für ein Ende ausgesprochen. Wann das der Fall sein könnte, ist Verhandlungssache. Auch weitere Lockerungen könnten beschlossen werden.

Länder bei Gratistests gespalten
Auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hatte Beratungen zur Teststrategie in Aussicht gestellt. Derzeit beschäftige man sich „intensiv mit deren Evaluierung und Überarbeitung“, beim Gipfel soll das weitere Vorgehen besprochen werden. In den Bundesländern ist die Haltung zu den Gratistests gespalten. So sprachen sich ÖVP-Länderchefs wie Hermann Schützenhöfer (Steiermark) und Markus Wallner (Vorarlberg) für deren Abschaffung aus, während Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) die Strategie verteidigte.

Unmut bei Gecko-Mitgliedern über maskenlose Klassenzimmer
Unterdessen äußerten sich mehrere Gecko-Mitglieder skeptisch gegenüber der Aufhebung der Maskenpflicht am Sitzplatz an den Schulen. Rotkreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik schrieb etwa auf Twitter, dass er sich nicht dafür ausgesprochen habe. Als „gelinde, günstige und effektive Mittel“ zur Vermeidung von Infektionen empfehle er, Masken bis Ostern in Innenräumen zu verwenden. Auch der Virologe Andreas Bergthaler und der Simulationsforscher Niki Popper teilten auf Twitter mit, dass sie die Maßnahme nicht befürwortet hätten.

Stattfinden soll der Gipfel am Mittwoch nach der Ministerratssitzung am Vormittag. Die Vertreter der Bundesländer werden dabei lediglich virtuell anwesend sein. Wie gewohnt will die Regierung gemeinsam mit der Gecko-Spitze danach die Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz informieren.

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