Österreichs Rodler jubeln über Silber im Teambewerb, dabei hätte es durchaus auch Gold werden können. Nur 0,08 Sekunden fehlten am Ende auf Olympiasieger Deutschland. Der Doppelsitzer machte den Unterscheid aus. „Ich hoffe, sie hassen mich nicht“, meinte Thomas Steu nach dem entscheidenden Fehler.
Österreich lag nach den Läufen von Egle und Kindl knapp vor den Deutschen, doch Wendl/Artl drehten das Ergebnis noch um - auch deshalb, weil der Steu/Koller im Finish in der berüchtigten Kurve 13 ein Fehler unterlief. „Bis auf die 13er-Kurve war es ein toller Lauf, dann ist der Fehler passiert. Es tut mir leid für die Teammitglieder, aber wir haben Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Ich bin trotzdem glücklich“, sagte Steu und meinte schmunzelnd: „Ich hoffe, sie hassen mich nicht.“
„Geil, dass wir eine Medaille gemacht haben"
Seine Teamkollegen quittierten diese Aussage mit lauten Lachern, Vorwürfe gab es keine. „Die Doppelsitzer hatten einen kleinen Fehler, aber es wäre trotzdem knapp geworden. Geil, dass wir eine Medaille gemacht haben“, erklärte Kindl. Egle war nach eigenen Angaben „megahappy“ und freute sich auf ihre baldige Rückkehr zu ihrer Familie.
Auch bei ÖRV-Präsident Markus Prock überwog die Freude. „Leider hatten Steu/Koller den kleinen Rutscher, das war wahrscheinlich die entscheidende Szene. Aber wir sind happy, dass wir mit dem Speed der Deutschen mitgekommen sind. In vier Bewerben drei Medaillen zu machen, ist super“, resümierte der Tiroler.
„Gold wäre drin gewesen“
ÖRV-Chefcoach Rene Friedl sprach von einem „sehr knappen“ Rennen. „Unten haben wir ein bisschen zu viel gepatzt, sonst wäre Gold drin gewesen. Aber wir brauchen uns nicht zu ärgern. Dass wir so stark mithalten, hätte ich gar nicht gedacht, doch heute war der Speed voll da.“
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