Österreichs Leichtathletik-Ass Verena Mayr hat ihre Saison beim stark besetzten Hallen-Fünfkampf in Aubière mit 4396 Punkten und Platz sechs begonnen. Die Oberösterreicherin, die am Dienstag 27 Jahre alt wird, hatte ihren Auftakt ins WM-Jahr ohne jeden Test-Event bestreiten müssen. Grund: In der Vorwoche war ein Meeting in Linz, bei dem sie hätte starten wollen, wegen Covid-Erkrankungen in der Organisation abgesagt worden. So konnte sie mit diesem „Kaltstart“ in Frankreich durchaus zufrieden sein - vor allem mit den abschließenden 800 m, bei denen sie mit 2:11,57 die zweitbeste Zeit aller Teilnehmerinnen lief.
„Ohne Wettkampf-Praxis war der Fünfkampf heute in Ordnung. Knapp 4400 Punkte waren die Erwartung“, meinte Trainer Wolfi Adler. Gesamtsiegerin wurde die Polin Adrianna Sułek mit der Weltjahresbestleistung von 4569 Punkten. Für Mayr war dieser Wettkampf, der die zweite Station der World Athletics Combined Tour 2022 bildete, der erste Hallen-Fünfkampf seit knapp drei Jahren. Am 1. März 2019 hatte sie zuletzt als Sechste bei der Hallen-EM in Glasgow mit 4637 Zählern ihre bislang höchste Punktzahl erreicht.
Mayr erzielte in Aubière folgende Einzelleistungen: Über 60 m Hürden war sie mit 8,63 Sekunden gestartet, danach folgten 1,72 m im Hochsprung, 13,91 m im Kugelstoßen und 5,83 m im Weitsprung. Zum Abschluss lief sie die 800 m als 2:11,57. „Verena hat sich schwer getan, in den Wettkampf zu finden“, kommentierte Adler und meinte zu den einzelnen Bewerben: „Das Einlaufen über die Hürden war noch richtig gut, aber im Lauf war dann alles weg. Mit dem Hochsprung sind wir noch zufrieden, das Kugelstoßen war wie erwartet. Auch im Weitsprung war der Anlauf gut, am Balken hatte Verena aber noch zu wenig Gefühl.“
Höhepunkt der Hallen-Saison ist die WM in Belgrad vom 18. bis 20. März. Um dort teilnehmen zu können, müsse Mayr bei den ÖLV-Meisterschaften im Fünfkampf am 12. Februar in Linz „ordentlich zulegen“, meinte Adler. Ivona Dadic, Österreichs „Leichtathletin des Jahres 2021“, verzichtet auf eine Hallen-Saison - sie fliegt stattdessen kommenden Samstag zu einem dreiwöchigen Trainingslager nach Stellenbosch in Südafrika.
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