26.01.2022 13:14 |

Im Görtschitztal

Nur wenig Interesse an superschnellem Internet

Der Breitband-Ausbau im Görtschitztal stockt. Nach der Verlegung der Kabelstränge sollen im Februar die ersten Anschlüsse an das Glasfasernetz folgen. Doch das Interesse der Görtschitztaler am superschnellen Internet hält sich in Grenzen... Die für die Umsetzung nötige 40-Prozent-Marke wurde noch in keiner Gemeinde erreicht. Deshalb wird jetzt fleißig Überzeugungsarbeit geleistet.

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Das Land Kärnten hat die Österreichische Glasfaser Infrastruktur Gesellschaft (ÖGIG) damit beauftragt, das Görtschitztal mit schnellem Internet zu erschließen. Die baulichen Vorarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Für die Lichtwellenleiter wurde eigens eine rund 90 Kilometer lange Trasse gegraben.

Superschnelles Internet im Görtschitztal
Nun sollen die Siedlungen daran angedockt werden. Allerdings nur, wenn sich in einer Gemeinde mindestens 40 Prozent der Haushalte und Betriebe dafür anmelden. „Sonst rechnet sich das Ganze einfach nicht“, erklärt ÖGIG-Projektleiter Christian Trügler. Doch diesen Grenzwert hat noch keine der neun Gemeinden erreicht. 

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Eines ist sicher: So schnell werden wir diese Chance einer flächendeckenden Glasfaseranbindung nicht wieder bekommen.

Harald Tellian, Brückl

Am Internet-Projekt beteiligt sind:

  • Brückl
  • Magdalensberg
  • Eberstein
  • Klein St. Paul
  • Hüttenberg
  • Guttaring
  • Kappel
  • Althofen
  • St. Georgen am Längsee

Der Countdown läuft...
Schon am 7. Februar soll in Magdalensberg mit den Anschlüssen begonnen werden. Dort haben sich aber erst 28 Prozent angemeldet. Die Deadline für Brückl ist der 11. Februar, dort hält man bei 32 Prozent. In beiden Gemeinden ist man aber zuversichtlich, die Quote zu schaffen. In Wahlkampfmanier wird dafür geworben. Bürgermeister Andreas Scherwitzl setzt in Magdalensberg auf persönliche Gespräche, um technische Bedenken auszuräumen: „Oft muss man klarmachen, dass da kein Kanalrohr, sondern eine dünne Leitung verlegt wird, und dass der Wert der Immobilie steigt.“

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Wir haben jetzt die Chance, dass wir eine zukunftssichere Infrastruktur bekommen, und es liegt an uns allen.

Andreas Scherwitzl, Magdalensberg

Glasfaser-Sprechtag
Brückls Bürgermeister Harald Tellian geht mit den Gemeinderäten von Haus zu Haus, um die Leute zu überzeugen. „Es ist eine Zukunftschance, die wir so billig nicht mehr bekommen.“ Die Anmeldung koste 300 Euro, dann seien pro Monat 35 Euro für 150/50Mbits/s zu bezahlen. Am Mittwoch gibt es sogar einen Glasfaser-Sprechtag im Gemeindeamt.

Gernot Kurz
Gernot Kurz
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