Nach dem Hochwasser

Zivilschutz-Tipps aus NÖ für deutsche Helfer

Im vergangenen Sommer sorgte das Tiefdruckgebiet „Bernd“ mit heftigen Niederschlägen für Hochwasser in Deutschland. Besonders stark betroffen war das Bundesland Rheinland-Pfalz mit mehr als 130 Toten. Eine neue Kommission soll nun die Katastrophenvorsorge neu aufstellen - auch heimische Experten sind gefragt!

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Vergangene Woche waren Christoph Kainz, Präsident des NÖ-Zivilschutzverbandes, und Stefan Kreuzer von der heimischen Landesregierung als Experten in Deutschland gefragt. Die beiden Niederösterreicher wurden per Internet von den Verantwortlichen im Nachbarland zu Struktur und Aufbau des Zivil- und Katastrophenschutzes befragt, wobei Warnung sowie Alarmierung der Bevölkerung unter Einbindung des Rundfunks, aber auch die Präventionsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung im Vordergrund standen.

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Zum Schutz der Bürger und für die Bewältigung von Katastrophen müssen wir weiter in Ausbau und Ausbildung der Helfer investieren.

Christoph Kainz, Präsident des Zivilschutzverbands

Kainz berichtet: „Auch die Einbindung der Bürger bei der Erstellung der Katastrophenschutzpläne und das damit einhergehende Verständnis für mögliche Gefahren in der eigenen Gemeinde sind Basis eines funktionierenden Katastrophenschutzes. In Niederösterreich sind wir diesbezüglich auf einem guten Weg“, so der Verbandspräsident.

Von der Alarmierung bis zur professionellen Hilfe
Naturgemäß stand auch die Verantwortung der Behörden im Fokus der Befragungen. Hierbei konnte Stefan Kreuzer wichtige Einblicke in das digitale Funknetz und das flächendeckende Alarmsystem mit hierzulande mehr als 2.400 Sirenen geben. Speziell zu den Abläufen im Hochwasserfall – von der Warnung der Bevölkerung bis hin zur Feststellung einer Katastrophe und zur so wichtigen Einbindung des Bundesheeres – wurden die beiden Fachleute aus Niederösterreich in der Besprechung befragt.

Ebenfalls zu Wort kamen deutsche Experten, wobei hier wichtige Informationen aus den Erfahrungsberichten zur psychologischen Notfallbetreuung von Flutopfern und Helfern mitgenommen werden konnten. „Der Klimawandel und der damit verbundene Anstieg von Naturkatastrophen werden uns weiter fordern. Der länderübergreifende Austausch ist dabei ein wichtiger Baustein für die Zukunft“, betont Kainz.

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