24.01.2022 16:00 |

Missbrauchsvorwürfe

Auch Salzburgs Theologen kritisieren Kirche

Salzburgs Katholisch-Theologische Fakultät äußerte sich am Montag zum Missbrauchsgutachten im Erzbistum München-Freising. „Mit Erschütterung“ nehme die Fakultät unter der Leitung von Dekan Michael Zichy das Gutachten zum sexuellen Missbrauch zur Kenntnis, hoffe aber mit ihrer Stellungnahme an die katholische Kirche appellieren zu können.

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„Es ist zu hoffen, dass die Katholische Kirche endlich den Mut aufbringt, die nötigen Konsequenzen aus ihrer Missbrauchsgeschichte zu ziehen“, heißt es von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg. Mit diesen „nötigen Konsequenzen“ fordert die Fakultät die Auhebung der einseitigen Macht. „Es bräuchte eine Gewaltenteilung innerhalb der Katholischen Kirche“, so Zichy.

Zudem sollte im Bezug auf das Zölibat und die mögliche Einsetzung von Frauen im theologischen Bereich nicht nur debattiert, sondern auch gehandelt werden. Dadurch könnte man weiteren Fällen zuvorkommen, heißt es. Dass die Katholische Kirche auch weiterhin ihre „Institution“ und „Täter“ schütze, wäre für die Opfer „dramatisch“ und für engagierte Katholiken „ein Schlag ins Gesicht.“ Da diese „trotz allem noch an ihrer Kirche festhalten“. Eine wissenschaftlich-theologische Debatte gäbe es bereits seit mehreren Jahren. Auch die Salzburger Fakultät setzte sich seit Jahren intensiv mit der Thematik auseinander. Es gäbe „ausgearbeitete Vorschläge“ im Bezug der mangelnden Aufarbeitung. Salzburg appelliert an die Kirche, „sich ehrlich ihren eigenen Abgründen zu stellen“. 

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