24.12.2021 09:10 |

Bis zu 10 Grad

Föhn nach Blitzeis: Heiliger Abend warm statt weiß

Von der Hoffnung auf weiße Weihnachten im heurigen Jahr haben wir uns bereits vor einigen Tagen verabschieden müssen. Dass wir am Heiligen Abend dann aber doch regelrecht ins Schwitzen geraten, trägt wenig dazu bei, um in festliche Stimmung zu kommen. Die Warmfront hat in der Nacht auf Österreich ihre volle Kraft entfaltet und die Temperaturen gehörig in die Höhe getrieben. Stellenweise war es um 20 Grad wärmer als noch am Donnerstagmorgen. Zuvor präsentierten sich jedoch Gehwege und Straßen spiegelglatt.

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So berichtete eine Leserin, die noch spätabends mit dem Auto nach Hause fahren wollte, von einer nächtlichen Trainingseinheit. Bereits der Weg zum Fahrzeug sei eine wahre Schlitterpartie gewesen, danach habe sie minutenlang die Scheiben des Pkw enteisen müssen. Vorsicht auf den Straßen war in jedem Fall geboten. Denn der einsetzende Regen in der Nacht fiel auf noch gefrorenen und kalten Boden, und machte diesen glatt und rutschig. Es kam daher auch zu Unfällen, wie etwa in Salzburg.

Föhn treibt Temperaturen in die Höhe
Bis zum Morgen war es damit dann nahezu überall vorbei. Denn pünktlich am Heiligen Abend kletterten leider auch wieder die Temperaturen wegen des Föhns in die Höhe - vorbei die Zeit der eisig kalten Tage. „Gefühlt hat es draußen fast 15 Grad“, stöhnte ein weiterer Leser. Weihnachtsstimmung komme so recht schwer auf, klagte er. Vielerorts werden am Heiligen Abend bis zu zehn Grad und mehr erwartet. Kalt - und damit noch am ehesten weiß - bleibt es lediglich im Süden.

„Zum Teil 20 Grad wärmer als noch gestern früh“
Die Unwetterzentrale berichtete via Twitter von einem Land mit zwei Jahreszeiten: So habe am Morgen strenger Frost in Osttirol und Oberkärnten geherrscht, frühlingshaft mild sei es dagegen am Alpenostrand gewesen: „Hier zum Teil 20 Grad wärmer als noch gestern früh“, so die Wetterexperten.

Grüne und warme Weihnachten
Tatsächlich müssen wir an ein warmes Weihnachtsfest beinahe schon gewöhnt sein, auch die letzten Jahre über präsentierte sich der Heilige Abend in nahezu keiner Landeshauptstadt von seiner weißen Seite. Seit 2013 gab es eine Schneedecke zu Weihnachten lediglich im Jahr 2017 in Innsbruck - und heuer in Klagenfurt. Die restlichen Landeshauptstädte warten damit seit mindestens neun Jahren auf weiße Weihnachten. Am längsten hat St. Pölten keine Schneeflocke am Heiligen Abend gesehen, 2007 wurde die letzte gesichtet.

Und der Föhn hat für so manchen Leidtragenden noch eine weitere unangenehme Begleiterscheinung. Kopfschmerzen könnten die Bescherung durchaus trüben - ganz ohne Punsch und Co.

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