22.12.2021 19:00 |

Mehrere Delikte

Anklage in Wolfsberger Stadtwerke-Affäre erhoben

Schlechte Nachrichten gibt es für drei Lavanttaler im Stadtwerke-Skandal: Ihnen wird von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt Untreue vorgeworfen - exakt 253.651,94 Euro sollen durch ihre Misswirtschaft im Abfluss gelandet sein.

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Schon vor zwei Jahren waren der Innenrevision bei den Wolfsberger Stadtwerken massive Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Kanalbauprojekten in diversen Siedlungen aufgefallen. Zwei Mitarbeiter wurden daraufhin ihres Amtes enthoben – und haben nun auch strafrechtliche Konsequenzen zu befürchten, wie Tina Frimmel-Hesse als Sprecherin der Klagenfurter Staatsanwaltschaft bestätigt: „Wir haben Anklage wegen Untreue eingebracht. Zwei Personen sind als unmittelbare Täter betroffen, bei der dritten geht es um Beitragshandlungen.“

Misswirtschaft wird zur Last gelegt
Konkret wird den Männern die Vergabe von Aufträgen an Baufirmen „ohne dringenden Bedarf“ vorgeworfen; weiters überhöhte Kosten bei diversen Kanalarbeiten und auch entgangene Förderungen. Insgesamt wird der Schaden für die Stadtwerke Wolfsberg wegen dieser Misswirtschaft mit exakt 253.651,94 Euro beziffert. Ob mehr dahintersteckt - etwa Kickback-Zahlungen von bevorzugten Unternehmen - könnte der Prozess zeigen.

Noch ist die Anklage aber nicht rechtswirksam, die Beschuldigten können Einspruch erheben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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