20.12.2021 12:57 |

Ruf nach Verbot

Trotz Omikron-Alarm landen weiter Briten-Flieger

Seit Montag gelten wegen der ansteckenderen Omikron-Virusvariante strengere Bestimmungen für die Einreise aus sämtlichen Staaten nach Österreich. Trotzdem landen noch immer Dutzende Flieger aus Gebieten, wo Omikron schon besonders intensiv wütet - wie etwa Großbritannien -, auf den Flughäfen Innsbruck, Salzburg und Wien-Schwechat. Die FPÖ kritisiert das scharf und fordert ein Landeverbot für Flieger aus Omikron-Hochburgen. 

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Nach der Verordnung des Gesundheitsministeriums, die seit Mitternacht gilt, dürfen nur Reisende, die über einen gültigen 2G-Nachweis verfügen, einreisen. Zusätzlich muss, wer geimpft oder genesen ist, einen aktuellen PCR-Test oder Drittstich nachweisen, um einer Quarantäne zu entgehen. Ausgenommen sind Kinder, Schwangere und Pendler.

Kein Landeverbot für Großbritannien
Kein Landeverbot gibt es bisher für Großbritannien, wo Omikron in einigen Landesteilen bereits die dominierende Coronavirus-Variante ist und eine Überlastung des Gesundheitssystems befürchtet wird. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt auf über 93.000 pro Tag. London hat deswegen bereits den Katastrophenfall ausgerufen.

Dennoch setzten beispielsweise am Samstag gleich 29-mal am Salzburg Airport Passagiermaschinen aus Ländern, in denen die Omikron-Variante momentan rasant auf dem Vormarsch ist, auf. Allein aus Großbritannien und Irland waren es 13. Ein Landeverbot gibt es aktuell nur für Direktflüge aus Angola, Sambia und Malawi. Dies gilt außerdem für die Flüge aus Botswana, Eswatini (Swasiland), Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika.

Die FPÖ kritisierte das fehlende Landeverbot für Großbritannien - ebenso wie die Flüge aus den Niederlanden, wo seit Sonntag ein neuer Lockdown verhängt wurde. „Wenn die Omikron-Variante wirklich so gefährlich ist, wie die Regierung es betont, dann müssen auf den Flughäfen unverzüglich Landeverbote erlassen werden“, forderte FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak. Und fügte hinzu: „Aus Fehlern wird man klug. Dieses Sprichwort gilt leider nicht für unsere Bundesregierung.“ Kaniak kritisierte gleichzeitig den weiter geltenden Lockdown für Ungeimpfte in Österreich.

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Wenn die Omikron-Variante wirklich so gefährlich ist, wie die Regierung es betont, dann müssen auf den Flughäfen unverzüglich Landeverbote erlassen werden.

FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak

In Deutschland gilt Großbritannien als Virusvariantengebiet
Anders als Österreich stuft Deutschland Großbritannien seit Montag als Virusvariantengebiet ein: Für Einreisende gilt deswegen in Deutschland eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Reisen nach Deutschland verbietet wiederum Israel seinen Bürgern ab Mittwoch. Das Land wird ebenso wie für Italien, die Schweiz, Ungarn, die USA, Belgien, Marokko, Portugal, Kanada und die Türkei auf die Liste der „roten Staaten“ gesetzt, wie das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Österreich bleibt für Israel noch „orange“.

Pläne seitens der Bundesregierung, wie man Landegenehmigungen aus betroffenen Gebieten stoppen könnte, gibt es bisher noch keine.

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