Kritik an Bürgerliste

Hausbesuche sorgen in Vorchdorf für Politik-Wirbel

Schwer im Magen liegt der ÖVP die Wahlniederlage vom September. Den Absturz von 38 auf 29% schreiben viele Schwarze ihrem Ex-Parteikollegen Albert Sprung zu, der mit der Liste Vorchdorf und mit Kritik an der Freunderlwirtschaft der ÖVP auf Anhieb 18% erzielte. Nun will die Volkspartei den Spieß umdrehen.
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Kaum an der Macht, soll laut ÖVP die Liste Vorchdorf diese sofort missbrauchen. Konkret wird Wolfgang Ettinger, dem neuen Obmann des Bauausschusses, das Hintergehen der anderen Ausschusskollegen vorgeworfen, um für ein Projekt einer Listen-Unterstützerin Stimmung zu machen. Sie soll ein Fitnessstudio samt Wohnungen und Büroflächen auf einem Acker im Anschluss an die Streiningerstraße planen.

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Das Projekt wurde in keinem Gremium besprochen. Es ist befremdlich, im Rahmen von privaten Hausbesuchen Stimmung dafür zu machen.

Christian Beisl, ÖVP-Fraktionsobmann

Worüber sich die ÖVP empört: Ettinger hat den Bewohnern der umliegenden Häuser bei Hausbesuchen mitgeteilt, dass ihre Straße künftig als Zufahrt für ein Geschäftsobjekt genutzt werde. „Das Projekt wurde aber in keinem Gremium besprochen. Es ist befremdlich, im Rahmen von privaten Hausbesuchen Stimmung für das Projekt zu machen“, so VP-Fraktionsobmann Christian Beisl. Jaqueline Brunner legte bei der Bürgerfragestunde im Gemeinderat mit der Kritik an der Bürgerlist nach: „Sie haben im Wahlkampf allen anderen Freunderlwirtschaft vorgeworfen. Wie es scheint, ist es bei Ihnen jedoch nicht besser!“

Listet ortet künstliche Aufregung
Die Bürgerliste ortet eine künstliche Aufregung, zumal Brunner Gattin eines schwarzen Politikers ist: „Unter ÖVP-Führung wurden Anrainer bei Projekten vor vollendete Tatsachen gestellt, wir reden im Vorfeld vor Ort darüber“, so Listenchef Albert Sprung.

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