Di, 18. September 2018

In Graben gefallen

21.04.2011 10:50

Gehbehinderte Frau überlebt nach Sturz Nacht im Freien

Im Pinzgau hat eine 74-jährige Frau die Nacht auf Donnerstag bei einer Temperatur von rund fünf Grad plus im Freien überlebt. Die gehbehinderte Bewohnerin des Seniorenheimes Neukirchen am Großvenediger war am Mittwoch bei ihrem Abendspaziergang in einen Graben gestürzt und kam nicht mehr alleine heraus. Eine stundenlange Suchaktion von Feuerwehr, Bergrettung, Polizei und Hundepatrouille in der Nacht brachte keinen Erfolg, erst ein Autofahrer entdeckte die Frau schließlich früh am Morgen.

Die Frau wurde im Heim beim Abendessen um 16.30 Uhr zum letzten Mal gesehen. Später brach sie mit ihrem Rollator noch zu einem Spaziergang auf. Als sie um 23 Uhr aber immer noch nicht zurück war, schlug die Nachtschwester Alarm. Die Polizei kontaktierte zunächst die Verwandten, ob sich die Frau bei ihnen aufhalte. Da dies nicht der Fall war, wurde eine Suchaktion gestartet, an der sich 20 Feuerwehrleute, 15 Helfer der Bergrettung, eine Polizei- und eine Hundepatrouille beteiligten.

Feuerwehr suchte nach Pensionistin bis 3 Uhr früh
"Wir haben das ganze Heim und alle ihre Spazierwege, die sie immer geht, abgesucht", berichtete einer der Polizisten. Da die Vermisste auch dort nirgends zu finden war, wurden alle Straßen und Wege abgegangen, wo Gehbehinderte mit einem Rollator überhaupt hinkommen. Aber auch das blieb ohne Erfolg, und so musste die Suche um 2 Uhr abgebrochen werden, die Feuerwehr durchkämmte aber das Gebiet noch eine Stunde länger. Die Hilferufe der Frau hörten die Einsatzkräfte bei ihrer Suche leider nicht.

Frau war "eigentlich recht gut beisammen"
Gegen 6 Uhr fand ein Autofahrer die 74-Jährige schließlich bei einem Betriebsgelände nur etwa 500 Meter vom Seniorenheim entfernt, wo sie die ganze Nacht verbracht hatte. Nach Angaben von Polizisten hatte es während der Nacht eine Außentemperatur von fünf Grad plus. Sie habe die Nacht "auf keiner guten Unterlage" zugebracht, schilderte sie im Krankenhaus Mittersill dem diensthabenden Oberarzt Thomas Hutter. Doch die Pensionistin dürfe einen Schutzengel gehabt haben. "Sie hat nicht schlecht ausgeschaut und war eigentlich recht gut beisammen", sagte der Mediziner. Die Seniorin war "nicht massiv unterkühlt" und habe beim Sturz zwar Prellungen, aber keine Brüche erlitten. Sie wurde zur Beobachtung zumindest für Donnerstag stationär aufgenommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Fünf Millionen extra
Superstar Ronaldo hat irre Tor-Klausel im Vertrag
Fußball International
Rückzug als Parteichef
Kern wird SPÖ-Spitzenkandidat bei Europawahl
Österreich
Wirbel in Deutschland
Schiri missbraucht Fan-Handy für „Videobeweis“!
Fußball International
Barca im Liveticker
LIVE: Messi eröffnet Champions League gegen PSV
Fußball International
Insider berichten:
SPÖ-Chef Kern kurz vor dem Rücktritt
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.