14.12.2021 06:00 |

Luft nach oben

Impfrate: Der steirische Kampf um Prozente

Zwei Millionen Stiche sind noch lange kein Grund zu Jubeln. In vielen steirischen Bezirken ist beim Impfen noch Luft nach oben.

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Über 115.000 Stiche setzten steirische Ärzte in den Impfstraßen und Praxen vergangene Woche. Damit ist es die stärkste Woche seit Beginn der Impfaktion in unserem Bundesland. Davon bekamen 88.000 Personen bereits ihre dritte Dosis, für immerhin knapp über 9000 Steirer war es das erste Mal.

Der Weg zur gewünschten Durchimpfungsrate ist in so manchem Bezirk dennoch weit: Vor allem der Bezirk Liezen hinkt mit einer Impfquote von 65 Prozent nach wie vor hinterher. Sieben Prozent mehr Geimpfte befinden sich im stärksten Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Insgesamt erhielten fast zwei Drittel der Steirer ihre erste Dosis – mit der Bekanntgabe des Lockdowns für Ungeimpfte im November und dann für alle gab es einen geringen Anstieg. In 28 Prozent der Grünen Pässe findet sich dritte Impfung.

Impfmöglichkeiten sind vorhanden
Wie viel noch fehlt? „Wir nehmen uns keine Zahl vor“, antwortet Impfkoordinator Michael Koren. „Wenn es 80 Prozent werden, ist das toll. 85 Prozent wären natürlich noch besser.“ Das empfehlen auch Experten. Die neue Variante Omikron bereitet auch in der Grünen Mark Sorgen.

Zusätzliche Prozente könnten laut dem Landesbediensteten durch Totimpfstoffe erreicht werden. „Ich bekomme Mails, dass viele darauf warten“, berichtet Koren. Weitere Aufklärungskampagnen seitens des Landes seien nicht geplant: „Es ist bislang sehr gut informiert worden. Die Impfmöglichkeiten sind außerdem allerorts da.“ Angefangen von freien Impftagen, bis zu Hausärzte und Impfbusse stehen Angebote in Hülle und Fülle bereit. Erfreuliche 330 Dosen wurden beispielsweise freitags im Impfbus in Raaba-Grambach verabreicht.

Persönlich aufklären hilft
Wie wichtig es weiterhin sei, sich den Menschen persönlich anzunehmen, zeigt sich in Krakau im Bezirk Murau: Die Gemeinde ist mit einer Impfquote von rund 80 Prozent der Gesamtbevölkerung (siehe auch Grafik) der steirische „Impf-Kaiser“. Laut Bürgermeister Gerhard Stolz (ÖVP) liegt das vor allem an der Gemeindeärztin: „Sie nimmt sich Zeit, alles zu erklären, um Ängste von Nebenwirkungen zu mindern.“ Leider sorgte dort auch ein Corona-Todesfall eines beliebten Bewohners für stärkeres Bewusstsein.

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