13.12.2021 09:25 |

Bald dominierend

Omikron als neuer Gegner: „Noch zwei Wochen Zeit“

Das Coronavirus bleibe ein „Spielverderber“ und habe mit seiner neuen Mutation Omikron sozusagen einen neuen „Gegner“ ins Spiel gebracht - aus diesem Grund spricht sich der Molekularbiologe Andreas Bergthaler für Auffrischungsimpfungen und gegen „kopflose“ Öffnungen aus. Österreich habe nun noch zwei Wochen Zeit, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus und vor allem seiner neuen Variante abzubremsen, bereits im Dezember, Anfang Jänner könnte Omikron auch bei uns dominieren.

Österreich habe mit der vierten Delta-Welle gerade erst „eine große Herausforderung“ mehr oder weniger gemeistert - die Infektionszahlen seien deutlich reduziert, doch die Spitäler weiterhin voll. Zudem komme nun die Omikron-Variante, und da zeige sich vor allem international, dass wir in den nächsten Wochen eine deutliche Zunahme an Omikron-Fällen zu erwarten hätten.

Omikron wohl auch bei uns bald dominierend
In London etwa sei bereits jede dritte Corona-Infektion der neuen Variante geschuldet. Bergthaler erwartet, dass in England bereits Ende der Woche die Mutation die dominierende sein dürfte. Die Wachstumsraten in Dänemark und Südafrika seien ähnlich. Deshalb sei es nur „eine Frage der Zeit, von wenigen Wochen, Ende Dezember, Anfang Jänner, dass wir es hier vor allem mit Omikron zu tun haben“, so Bergthaler am Montag im Ö1-„Morgenjournal“.

„Weniger Schutz als vor Delta, aber besser als nichts“
Aus diesem Grund spreche er sich klar für präventive Maßnahmen aus, damit es nicht wieder als letzte Konsequenz zu einem Lockdown kommen müsse. Wichtig dabei seien Auffrischungsimpfungen oder eine Hybridimmunität bei geimpften Genesenen. Die Wirkung der Impfstoffe sei dabei mit laut ersten Erkenntnissen aus England, wo vorrangig mit AstraZeneca geimpft wurde, rund 70 Prozent zwar etwas geringer als bei der Delta-Variante, aber „besser als nichts“, so der Experte.

Optimal wäre als Schutzmaßnahme ein 2Gplus-System - also geimpft oder genesen plus PCR-Testung. Das wäre zwar im PCR-mäßig gut aufgestellten Wien zu machen, aber nicht „in der Peripherie in den Ländern“. Man habe jetzt noch zwei Wochen Zeit, um eine weitere Verbreitung des Virus allgemein, aber vor allem der Omikron-Variante abzubremsen. „Aber es wird wahrscheinlich, wenn wir den internationalen Daten Glauben schenken, nicht zu verhindern sein, dass wir im Jänner, Februar mit sehr hohen Infektionszahlen aufgrund dieser neuen Variante zu rechnen haben.“

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