09.12.2021 20:38 |

FPÖ-Anfrage zeigt:

So wurde PR-Profi Wolfgang Rosam Professor

„Falstaff“-Herausgeber und PR-Profi Wolfgang Rosam hat einen Professorentitel. Sowohl für Anregung des Titels als auch für die Verleihung zeichneten Personen aus dem Umkreis des ÖVP-nahen Beraters verantwortlich - nicht ungewöhnlich, wird betont. Begründet wird die Titelverleihung mit „besonderen Verdiensten um die Republik“.

Rosam habe durch die „Internationalisierung“ seines Genussmagazins zum Ansehen Österreichs beigetragen, zitierte das Online-Medium „Zackzack“ jüngst aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung durch Ex-Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP).

Verleihung unter Ex-Kanzler Kurz
Die Verleihung des Professorentitels fiel noch in die Zuständigkeit von Ex-Kanzler Sebastian Kurz. Dass Rosam und Kurz einander kennen und schätzen, dürfte förderlich für die Verleihung der Professorenwürde gewesen sein, heißt es. Die Verleihung angeregt hatte weiters der Österreichische Zeitschriften- und Fachmedienverband (ÖZV) - dieser wird von Gerald Grünberger geleitet, der ebenfalls dem Umfeld von Rosam zuzuordnen ist. Ein Naheverhältnis habe allerdings nichts mit der ÖZV-Anregung zu tun, stritt Rosam einen Zusammenhang ab.

Nach der Anregung durch den ÖZV beauftragte das Kanzleramt schließlich Marketing-Professor Dieter Scharitzer mit einem Gutachten, der den PR-Profi durch „viele fachliche Berührungspunkte“ kenne. Mit dem Gutachten sei aber ebenfalls kein „Vorteil von Dritten verbunden oder versprochen“, sagte Scharitzer gegenüber „Zackzack“. 

Rosam vermutet blaue Kampagne
Die Anfrage kam übrigens von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Rosam vermutet eine blaue Kampagne gegen ihn - wegen des Impfstreits mit Herbert Kickl. Auch zwischen „ZackZack“-Herausgeber und Ex-Politiker Peter Pilz und Rosam hatte es bereits mehrmals Reibereien gegeben. Rosam unterstützte etwa Szene-Wirt Martin Ho bei einer Klage gegen das Pilz-Medium.

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