02.12.2021 11:25 |

„Kanzler Nehammer“

Kurzes Vergnügen: Wackelt jetzt auch Schallenberg?

Seit dem Bekanntwerden des Kurz-Abgangs durch die „Krone“ brodelt die Gerüchteküche. Was bringt der überraschende Komplett-Rücktritt? Wer wird Kanzler? Viele meinen, dass Alexander Schallenberg nun von Innenminister Karl Nehammer abgelöst wird - dass dieser zumindest ÖVP-Chef wird, gilt als fix. Den Klub übernimmt wieder August Wöginger.

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Begründet wird der Rückzug von Kurz primär mit der Geburt dessen Sohnes, der am vergangenen Samstag zur Welt kam. Freilich werden auch Korruptionsermittlungen rund um die türkise ÖVP mitgespielt haben. Erst Anfang Oktober war Kurz bekanntlich im Zusammenhang mit Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft als Bundeskanzler zurückgetreten, allerdings an der Parteispitze verblieben.

Just am heutigen Donnerstag wurde auch der sogenannte ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss vom Parlament auf den Weg gebracht.

Nun mehren sich Stimmen, wonach Innenminister Karl Nehammer Kurz nicht nur als ÖVP-Chef, sondern auch als Kanzler nachfolgen soll. Wunschkandidat der ÖVP sei Nehammer jedenfalls - Schallenberg soll also abgelöst werden. Die Entscheidung treffe man aber nicht alleine, heißt es aus Parteikreisen.

Chancen für Edtstadler, Blümel und Schramböck angezählt
Europaministerin Karoline Edtstadler werden ebenfalls Chancen - zumindest als ÖVP-Chefin - zugerechnet. Schlecht soll es hingegen für Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck aussehen, sie könnte gar abgelöst werden, heißt es. Auch Finanzminister Gernot Blümel sei angezählt.

„Black is back“
Fix ist nichts - dennoch wird natürlich auch eifrig über die „wahren“ Hintergründe des Abgangs spekuliert. Insider vermuten, die „alte ÖVP“ - vertreten durch nach wie vor innerparteilich mächtige Landeshauptleute - habe sich letztlich durchgesetzt. Sollte Nehammer tatsächlich Parteichef werden, hieße das jedenfalls „black is back“ (Schwarz ist zurück), wie FPÖ-Abgeordneter Christian Hafenecker frei nach AC/DC auf Twitter vermutete.

Auch FPÖ-Chef Herbert Kickl meinte bei einer Pressekonferenz, dass der Druck ist zu groß geworden sei. Die Partei habe Kurz „fallen gelassen“.

Sollte Alexander Schallenberg abgelöst werden, wäre er übrigens der am kürzesten dienende Bundeskanzler der Zweiten Republik, wie ORF-Mann Martin Thür ausrechnete. Polit-Berater Wolfgang Rosam twitterte: „Diese Koalition ist am Ende.“

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