30.11.2021 10:00 |

Mit neuem Obmann

Krisengebeutelter TVB Innsbruck geht neue Wege

Der Tourismusverband Innsbruck hat seit Montagabend mit Mario Gerber einen neuen Obmann. Und auch sonst wird einer der wichtigsten Verbände des Landes in den nächsten Jahren neue Wege beschreiten. Die Pandemie hat es notwendig gemacht.

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Bis zuletzt hatte es Kritik an der Abhaltung der TVB-Vollversammlung im Lockdown gegeben. Karin Seiler, Geschäftsführerin von Innsbruck-Tourismus, verwies als Erklärung am Montag vor der Sitzung noch einmal auf die gesetzliche Notwendigkeit des turnusmäßigen Treffens und darauf, dass mit der Wahl der Gremien keine digitale Alternative möglich gewesen sei. Das Sicherheitskonzept war jedenfalls umfangreich und den rund 150 „maskierten“ Teilnehmern bot sich reichlich Platz in dem für 600 Personen zugelassenen Saal im Messeforum.

Mario Gerber wie erwartet zum Obmann gewählt
In der Vollversammlung ging es dann vor allem um die Wahl des neuen Aufsichtsrates und des neuen TVB-Obmannes. IKB-Vorstandsmitglied Thomas Pühringer wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt (Stellvertreter Johann Penz). Wie erwartet wurde ÖVP-LA Mario Gerber – Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer und Hotelier im Kühtai – zum TVB-Obmann (Stellvertreterin Katharina Schnitzer-Zach, zweite Stellvertreterin Lisa Peer).

Gerbers Vorgänger Karl Gostner kandidierte nach zwölf Jahren Obmannschaft nicht mehr. Seine Chancen auf neuerliche Zustimmung waren nach internen Querelen zuletzt gegen null gesunken. Ihm blieb bei der Versammlung die Aufgabe, den bis zur Pandemie sehr erfolgreichen Weg von Innsbruck Tourismus und den dazugehörigen Regionen Kühtai mit Sellraintal und Mieminger Plateau mit Inntal Revue passieren zu lassen. Mit 3,5 Millionen Nächtigungen war 2019 das stärkste Jahr.

Weg vom reinen Blick auf die Nächtigungen
Das Tourismusjahr bilanziert wegen der Pandemie mit einem Nächtigungsminus von fast 60 Prozent gegenüber 2019. Wie soll es also weitergehen? Dazu präsentierte TVB-Geschäftsführerin Karin Seiler die „Strategie 2025“. Diese sieht vor allem eine Abkehr vom reinen Blick auf die Nächtigungen vor. „Damit setzen wir auf eine gesamtheitliche Betrachtung der Tourismuswirtschaft“, meinte Seiler. Kategorien wie Nachhaltigkeit sollen mehr Bedeutung bekommen, die Bergweihnacht soll neu aufgestellt werden. Mario Gerber sieht es als ein Ziel an, „die Lebensqualität der Stadt künftig noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken“. 

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