Kampf um WM-Ticket

Prohaska: ÖFB-Gegner? „Nichts gegen uns gelaufen“

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft trifft im Semifinale des WM-Play-offs am 24. März 2022 auswärts auf Wales. Im Falle eines Sieges würde es die ÖFB-Auswahl fünf Tage später im Wiener Happel-Stadion mit dem Gewinner aus Schottland gegen die Ukraine zu tun bekommen. „Nichts ist gegen uns gelaufen“, meint Legende Herbert Prohaska zur glücklichen Auslosung. Hier lesen Sie seine Kolumne:

In aller Bescheidenheit muss man festhalten, dass es Österreich mit der Auslosung für das WM-Play-off gut erwischt hat. Mit Wales sind wir auf Augenhöhe, nehmen wir die Hürde, dann hätten wir im hoffentlich wieder vollen Happel-Stadion Heimvorteil - es ist nichts gegen uns gelaufen. Mit dem Los Österreich werden auch unsere Gegner nicht unzufrieden sein. Tatsächlich kann sich jeder aus dem Quartett für die WM in Katar qualifizieren.

Wales ist nicht mehr so gut wie vor zwei, drei Jahren. Bale hat einiges von seiner Sprintfähigkeit verloren, ist verletzungsanfällig, bei Real kein Stammspieler. Sein Kurz-Gastspiel bei Tottenham war schlecht. Aaron Ramsey, die zweite Schlüsselfigur, ist weit entfernt von einem Stammspieler bei Juventus.

Schottland war zwar in der WM-Qualifikation vor Österreich, aber beim 2:2 in Glasgow hätten wir gewinnen müssen, beim 0:1 in Wien fehlten uns etliche Stammspieler. Und die Ukraine haben wir bei der EM 1:0 besiegt - das sollten wir im Kopf behalten.

Ein bisschen leide ich mit den Italienern. Wenn sie nach der letzten WM auch bei der nächsten nicht dabei sind, wäre das trotz EM-Titel ein Super-GAU. Portugal muss sich selbst an der Nase nehmen, durch das 1:2 in letzter Minute gegen Serbien in diese Lage geraten zu sein. Für Ronaldo ist es die letzte Chance, bei einer WM dabei zu sein.

Herbert Prohaska
Herbert Prohaska
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