Stimmen zum Play-off

Foda zu Gegner Wales: „Die Chancen stehen 50:50“

Fußball International
26.11.2021 19:18

Mit Wales als ersten Play-off-Gegner hat es die Auslosung mit Österreichs Nationalmannschaft am Freitag in Zürich richtig gut gemeint. Das weiß auch Teamchef Franco Foda, der die Chancen gegen Superstar Gareth Bale und Co. auf 50:50 einschätzt, aber auch warnt.

„Wir tun alle gut daran, wenn wir bodenständig und demütig bleiben“, so der Deutsche. Trotz aller Zurückhaltung gab sich der 55-Jährige auch optimistisch. „Wir sind in der Lage, in Wales zu gewinnen, die Chancen stehen 50:50. Wir gehen positiv an die Sache heran. Es ist wichtig, dass wir uns gut und intensiv auf den Gegner vorbereiten.“ Als „ganz wichtig“ bezeichnete Foda die Tatsache, bei einem Sieg über Wales ein finales Spiel vor eigenem Publikum zu haben. „Was gibt es Schöneres, als in einem vollen Heimstadion den Sack zuzumachen?“

(Bild: SID)

„Die schwierigste Gruppe“
ÖFB-Teamchef Franco Foda meinte zweiter: „Die schwierigste Gruppe ist sicher die mit Italien und Portugal, insofern hatten wir etwas Glück. Aber alle, die im Play-off sind, wollen sich qualifizieren. Insofern gibt es nur gute Mannschaften und kein leichtes Spiel.“

Der Nationaltrainer hatte zuletzt mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Stand jetzt besteht allerdings die Hoffnung, dass Ende März alle Schlüsselspieler fit und einsatzbereit sind. „Es ist von großer Bedeutung, dass man in so einem wichtigen Spiel alle an Bord hat. Das war in der WM-Qualifikation nie der Fall“, erklärte Foda.

(Bild: krone.tv)

„Fortuna hat es gut gemeint“
ÖFB-Präsident Gerhard Milletich sagte zur Auslosung: „Fortuna hat es mit uns gut gemeint, auch wenn wir natürlich wissen, wie schwer diese Gegner sind. Wenn wir eine Top-Leistung abrufen können, haben wir reelle Chancen auf ein großes Finale im Ernst-Happel-Stadion und in der Folge auf ein WM-Ticket.“

Ähnlich äußerte sich ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. „Alles ist sehr ausgeglichen, es gibt keinen klaren Favoriten. Unser Fokus liegt voll auf dem Spiel gegen Wales. Gegen Schottland und die Ukraine haben wir dieses Jahr gespielt. Fakt ist, dass wir im Fall des Aufstiegs bereits viel an Informationen haben. Mit dem Heimspiel in einem möglichen Finale ist unser Wunsch in Erfüllung gegangen.“

(Bild: GEPA pictures)

Teamspieler Christoph Baumgartner meinte, man könne mit der Auslosung „grundsätzlich zufrieden“ sein. „Natürlich gibt es bei einem WM-Play-off keine leichten Gegner, das war von vornherein klar. Wir haben die Chance auf ein richtiges Finale daheim. Wenn wir das erste Spiel in Wales gewinnen, wartet ein Gegner, den wir gut kennen. Wir sind hochmotiviert und freuen uns sehr auf die Spiele“, erklärte der Hoffenheim-Profi.

(Bild: AP)

Mit den Walisern machten David Alaba und Co. zuletzt in der Qualifikation für die WM 2018 unliebsame Bekanntschaft. Daheim reichte es nur zu einem 2:2, auswärts setzte es ein 0:1. Die jüngste WM-Qualifikation beendete Wales ohne Heimniederlage als Zweiter der Gruppe E, fünf Punkte hinter Belgien und einen Zähler vor Tschechien. Die Topstars des EURO-2016-Semifinalisten sind Gareth Bale (Real Madrid) und Aaron Ramsey (Juventus Turin).

Fakten

Steckbrief von Wales:
Verbandsgründung: 1876
Teamchef: Rob Page (interimistisch)
Bekannteste Spieler: Gareth Bale (Real Madrid), Aaron Ramsey (Juventus Turin)
Bisherige WM-Teilnahmen: 1 (1958)
Größte Erfolge: WM-Viertelfinale 1958, EM-Semifinale 2016
FIFA-Ranking: 19. (Österreich 30.)
Bisherige Duelle Österreich - Wales: 10 Spiele, 5 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen, Torverhältnis 13:9

Spieltermine sind der 24. März (Semifinali) und 29. März (Finali). Die drei Final-Sieger sind für die WM vom 21. November bis 18. Dezember 2022 qualifiziert. Die Auslosung der WM-Gruppen erfolgt voraussichtlich im April 2022.

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(Bild: KMM)



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