16.11.2021 06:01 |

Außerirdisches Leben

US-Top-Agentin: „Halte Aliens für möglich“

US-Chefspionin Avril Heines sprach vor Kurzem öffentlich über mögliches außerirdisches Leben. Die 52-Jährige ist Chefin der Intelligence Community, eines Zusammenschlusses der 17 US-Nachrichtendienste. Der Direktor des heimischen Weltraum-Forums, Gernot Grömer, teilt im „Krone“-Interview ihre Annahme.

„Krone“: Das „Fermi-Paradoxon“ stellt sich die Frage: „Wenn es tatsächlich außerirdisches intelligentes Leben gibt, wo ist es dann?“ Ihrer Einschätzung nach ein berechtigter Gedanke?
Gernot Grömer: Schaut man sich unser Sonnensystem und dessen Umgebung an, dann muss man sagen, dass man bis jetzt noch nichts Intelligentes gefunden hat. Ob aber auf dem Mars früher einmal Bakterien existiert haben könnten, ist zum Beispiel ein aktueller Untersuchungsgegenstand. Es würde mich also sehr überraschen, sollten wir tatsächlich die Einzigen sein. Früher hat der Mensch auch noch gedacht, die Erde sei das Zentrum von allem, oder dass die Sonne um die Erde kreist - und all das hat sich schlussendlich als anders bzw. falsch herausgestellt. Die letzte Bastion wäre dann eben der Gedanke, dass wir völlig allein im Universum sind.

Was ist Ihre persönliche Theorie? Gibt es außerirdisches Leben? Und wenn ja, wieso haben wir dann noch keinen Kontakt aufnehmen können?
Es würde mich wirklich sehr überraschen, wenn es nicht so wäre, es kein außerirdisches Leben gäbe. Wir gehen davon aus, dass, egal, wo wir uns im Kosmos befinden, die Physik und die Chemie immer die gleiche ist. Die Distanzen, das Alter des Kosmos im Vergleich zum Alter der Menschheit usw. Wir existieren nur einen Augenblick in der Geschichte des Kosmos. Dass wir keinen Kontakt aufnehmen können, kann ich mir dadurch erklären, dass im Laufe der Zeit des Kosmos immer wieder hier und da Zivilisationen aufblitzen - aber eben nur sehr selten zur gleichen Zeit.

Wann, falls überhaupt, werden wir Ihrer Meinung nach beginnen, andere Planeten zu besiedeln?
Wir befinden uns gerade an der Schwelle, würde ich sagen. Meine und Ihre Generation werden wohl die letzten sein, die zum Mond hinaufblicken und dabei noch einen unbesiedelten Himmelskörper sehen. Unsere Zeit wird als jene in Erinnerung bleiben, in der wir zu ganz neuen Welten aufgebrochen sind. Ich traue mich sogar zu behaupten, dass der Mensch, der den ersten Schritt auf den Roten Planeten, den Mars, setzen wird, jetzt schon geboren ist.

Hannah Neudeck, Kronen Zeitung

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