Übernimmt Definition

Österreichs Fußball: Vereint gegen Antisemitismus

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) und die heimische Fußball-Bundesliga haben ein Zeichen im Kampf gegen Antisemitismus gesetzt. ÖFB-Präsident Gerhard Milletich und Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer unterzeichneten am Donnerstag auf dem Wiener Judenplatz die Arbeitsdefinition von Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Diese dient als Grundlage für ein starkes Auftreten gegen Antisemitismus.

Die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus dient als Grundlage für den Kampf gegen Antisemitismus und wurde bereits vom österreichischen Nationalrat und Ligen, wie zum Beispiel der Deutschen Fußballliga angenommen. Die Definition der IHRA besagt: „Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“

Darüber hinaus listet die Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance wichtige Beispiele für die Identifizierung antisemitischer Übergriffe. Die Unterzeichnung der Arbeitsdefinition markiert den Start der kontinuierlichen Arbeit des ÖFB und der Bundesliga gemeinsam mit Vereinen und Fans gegen alle Formen des Antisemitismus im Fußball.

Zuletzt kam es beim Conference-League-Spiel Union Berlin gegen Maccabi Haifa zu antisemitischen Zwischenfällen. „Das Länderspiel gegen Israel ist ein willkommener Anlass, nach dem bisherigen Engagement gegen Rassismus, Diskriminierung und Homophobie hier auch einen Schwerpunkt im Kampf gegen Antisemitismus zu setze," sagte Liga-Präsident Christian Ebenbauer. Sportminister und Vizekanzler. Werner Kogler will, dass Österreich eine Vorbildrolle im Kampf gegen den Antisemitismus spielt und erinnerte an die Auslöschung des früheren Spitzenfußballklubs SC Hakoah, „der eine schmerzliche Lücke im österreichischen Fußball hinterließ."

krone Sport
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