09.11.2021 10:12 |

Unglück in Wales

Mann saß mit Verletzungen 54 Stunden in Höhle fest

Es ist nahezu ein Wunder, das sich in einer Höhle nahe der Ortschaft Penwyllt in Wales am Wochenende ereignete: Nachdem ein Mann versucht hatte, die Höhle Ogof Ffynnon Ddu zu durchqueren, zog er sich am Samstag Verletzungen an Kiefer, Bein und Wirbelsäule zu. Erst Montagabend, rund 54 Stunden später, konnte der Verletzte aus dem 62 Kilometer langen Höhlensystem befreit werden.

Mehr als 300 Freiwillige aus ganz Großbritannien waren zusammen mit dem Rettungsdienst an der Bergungsaktion des verunglückten Mannes beteiligt. Laut der örtlichen Höhlenrettungsorganisation SMWCRT konnte der Verletzte erst am Montagabend, rund 54 Stunden später, durch technisch anspruchsvolles Geländer zurück an die Oberfläche transportiert werden.

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Er hat seinen Fuß nur an die falsche Stelle gesetzt.

Sprecher der Rettungsdienste, Gary Evans

„Einfach nur Pech gehabt“
Zurück an der Erdoberfläche angekommen, gab es dann das große Aufatmen: Zwar nicht unversehrt, aber lebend wurde der Höhlengänger mit Applaus und Jubel empfangen und anschließend zum Krankenwagen gebracht. „Wenn man bedenkt, wie lange er in der Höhle war, geht es ihm wirklich sehr gut“, sagte ein Sprecher der Rettungsdienste, Gary Evans. Laut Evans habe er einfach nur Pech gehabt, denn der Mann sei erfahren und fit gewesen. „Er hat seinen Fuß nur an die falsche Stelle gesetzt.“

Das Höhlensystem Ogof Ffynnon Ddu ist 62 Kilometer lang und eines der längsten in ganz Großbritannien. Nach Angaben des Senders BBC war es die bisher längste Höhlenrettungsaktion in Wales.

Hannah Tilly
Hannah Tilly
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