06.11.2021 09:30 |

Spitzenreiter

Vorarlberg RUFC geht ungeschlagen in den Winter

Eigentlich sollte der Vorarlberger RUFC am Samstag zum letzten Spiel vor der Winterpause antreten. Doch der Gegner FT Jahn Landsberg musste aufgrund von Spielermangel in den eigenen Reihen passen. Für Spielertrainer Tom Wright und Co. ist die Verschiebung zu verschmerzen, da sie in der Hinrunde sowieso schon gegen alle Teams in der Verbandsliga Bayern Süd einmal gespielt haben. Und das sogar unerwartet erfolgreich.

Das hätten vor Saisonbeginn wohl die wenigsten erwartet. Der Vorarlberg RUFC beendet die Hinrunde - der ersten Spielzeit in einer regulären Liga überhaupt - auf Platz eins. In fünf Spielen holte das Rugby-Team aus dem Ländle - das seine Reihen aus Vorarlbergern, Liechtensteinern, „alten Hasen“ und Neulingen geformt hat - mit fünf Siegen das maximal mögliche. Eine starke Leistung, die auf eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen hervorragenden Team-Spirit hindeutet. „Das hätte keiner so erwartet, dass wir eigentlich gegen alle Teams wettbewerbsfähig sind. Bis auf Ravensburg kannten wir die anderen Mannschaften eigentlich auch nicht“, sagt Stefan Langer, der mit seinem Engagement sowohl auf dem Feld als auch im Marketing frischen Wind in den Klub gebracht hat.

Erfolgsrezept
„Für mich ist der Grund für unsere Leistung ganz klar die Motivation im Team. Es ist weniger eine taktische oder qualitative Überlegenheit, die wir mitbringen, sondern vielmehr der Wille der Spieler auch mit ihren teilweise 70 Kg den Gegner, auch wenn er 120 kg wiegt, um jeden Preis aufhalten zu wollen“, erklärt Langer stolz. Doch ohne einen Trainer, der das nötige Knowhow mitbringt und das Team zusammenschweißt, geht es natürlich nicht. Doch auch Coach Tom Wright gibt sich bescheiden: „Eigentlich habe ich keine bestimmte Ausbildung oder so etwas und bin nur Trainer, weil ich schon so lange dabei bin“, verrät der Engländer, der mit gerade einmal sieben Jahren mit dem Rugby-Sport begann. Dass er etwas richtig machen muss, ist allerdings spätestens nach dieser Hinrunde allen klar geworden.

Letztes Spiel verschoben
Nach ersten Anzeichen am Donnerstag, den 4. November war am Freitag klar, dass das letzte Spiel, welches am morgigen Samstag stattfinden sollte vor der Winterpause für die Vorarlberg RUFC auf den Frühling verschoben wird. Das gegnerische Team musste aufgrund fehlender Spieler „die Reißleine ziehen“.

„Es ist schade, dass unser letztes Spiel nicht stattfinden kann. Wir sind auf jeden Fall voll motiviert aber gerade unsere älteren Spieler spüren das Pensum der Saison in den Knochen. Von daher sind wir auch nicht böse, dass die Hinrunde nun für uns beendet ist“, so der 33-jährige Zweite Reihe-Spieler, der 2006 mit dem Rugby-Sport begann, zwischenzeitlich eine Pause einlegte und dann kürzlich wieder aktiv wurde.

Keine expliziten Aufstiegsambitionen
Was der Verein im Falle einer gleichermaßen erfolgreichen Rückrunde und einem möglichen Aufstieg in die Regionalliga für einen Weg einschlagen wird, ist noch Zukunftsmusik, die aktuell nicht thematisiert wird. „Damit beschäftigten wir uns noch nicht. Damit der Klub ordentlich wachsen kann, braucht es eine gute Basis. Im ersten Jahr gleich aufzusteigen und im nächsten Jahr dann bei jedem Spiel auf die Kappe zu bekommen wäre natürlich unangenehm. Wir wollen eine gute Rückrunde spielen und sollte es zum Aufstiegsduell mit dem Spitzenreiter der Verbandsliga Nord kommen, werden wir die Partie natürlich mit voller Kraft bestreiten. Der Aufstieg ist aber nicht unser primäres Ziel“, stellt Langer klar.

Tim Reiter
Tim Reiter
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