29.10.2021 18:03 |

Verheerendes Jahr 2020

Wald in EU: Fläche größer als Luxemburg abgebrannt

In der EU sind im Jahr 2020 rund 340.000 Hektar Wald verbrannt - eine Fläche, die 30 Prozent größer ist als Luxemburg. Das geht aus einem am Freitag in Brüssel veröffentlichten Bericht der EU-Kommission zu Waldbränden des Vorjahres in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika hervor. „Der Bericht zeigt, wie verheerend das letzte Jahr war - eine Entwicklung, die sich, wie die diesjährigen Daten zeigen, fortsetzt“, sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius.

Den Untersuchungen zufolge war die Waldbrandsaison 2020 von zahlreichen Flächenbränden in der ersten Jahreshälfte geprägt. Im Winter brachen Brände im rumänischen Donaudelta und in den Pyrenäen aus, im Frühjahr hauptsächlich in der Balkanregion.

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Mehr als neun von zehn Bränden in der EU seien auf menschliches Handeln zurückzuführen.

Bericht der EU-Kommission zu Waldbränden

Spanien und Portugal stark betroffen
Im Sommer und Herbst seien die Mittelmeerländer, insbesondere Spanien und Portugal, am stärksten betroffen gewesen. Die größten Flächenbrände des Jahres ereigneten sich laut dem Bericht allerdings außerhalb der EU: nahe dem Kernreaktor Tschernobyl in der Ukraine.

Im Vergleich zum Jahr 2019 seien während der Brandsaison im vergangenen Jahr zudem mehr Menschen gestorben, so der Bericht. Spanien meldete demnach insgesamt sechs Tote, darunter vier Feuerwehrleute. Zu beobachten sei eine erhöhte Brandgefahr, längere Brandzeiten und intensive, sich schnell ausbreitende „Mega-Brände“, die mit herkömmlichen Brandbekämpfungsmitteln kaum zu löschen seien. Schuld an den Feuern trage meist der Mensch: Mehr als neun von zehn Bränden in der EU seien auf menschliches Handeln zurückzuführen, hieß es.

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