Aktuell zwei Fälle

Entsetzen über sexuellen Missbrauch bei Haustieren

Es sind verstörende Bilder, die wir unseren Lesern nicht zumuten können. Innerhalb eines Tages mussten wir von gleich zwei Fällen von sexuellem Missbrauch an Tieren erfahren. Was nüchtern betrachtet im Tierschutzgesetz unter Tierquälerei fällt, ist ein hoch emotionales Thema, das leider offenbar gar nicht so selten ist. Wie psychisch krank muss jemand sein, der so etwas tut?

Im oberösterreichischen Tierparadies Schabenreith leben 32 Hunde, die größtenteils eine schlimme Vergangenheit hinter sich haben. Hier haben sie ein neues Zuhause gefunden, in dem sie sich von den seelischen und physischen Misshandlungen erholen und lernen wieder Vertrauen zu fassen. Viele Vierbeiner sind verängstigt und traumatisiert durch körperliche Gewalt der ehemaligen Halter, so wie auch Hündin Paulinchen.

Tierfreunde brachten sie ins Tierheim. Ihr Schicksal: Sie wurde vor acht Jahren von einem Menschen sexuell missbraucht und musste acht Stunden operiert werden, da Gebärmutter und Darm schwerst verletzt waren. Danach lebte sie bei einer Dame, die Paulinchen schließlich aus gesundheitlichen Gründen abgab. Die Tierheimleiterin berichtet, dass sich die etwa zehn Jahre alte Hündin mittlerweile gut eingelebt hat.

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Paulinchen hat viel Einfühlungsvermögen und Ruhe gebraucht um wieder Vertrauen zu fassen, besonders gegenüber Männern ist sie noch immer sehr misstrauisch – kein Wunder, wenn man ihre fürchterliche Vergangenheit kennt. Wir geben ihr alle Zeit der Welt!

Doris Hofer-Foltin, Tierparadies Schabenreith

Verstörend
Kätzchen Charlene wurde von Tierschützern gerettet, nachdem sie absichtlich aus dem 4. Stock einer Wohnanlage geworfen wurde. Im Schutzengeldorf nahe Graz wurde die junge Katze tierärztlich versorgt, da sie eine Lähmung an den Hinterbeinen hatte. Und ein bitterer Verdacht bestätigte sich: Bei einer Ultraschalluntersuchung zeigte sich, dass ihre innenliegenden Geschlechtsteile bis zum Beckeneingang stark verletzt sind. Man muss hier von roher sexueller Gewalt sprechen, die auf das Tier ausgeübt wurde. Renate Riedel vom Schutzengeldorf kümmert sich rührend um die traumatisierte Fellnase, die trotz der schrecklichen Erfahrung sofort Vertrauen zu ihrer Retterin gefasst hat.

Fälle wie diese kommen immer wieder vor und müssen bei der Polizei gemeldet werden. Im Falle einer Verurteilung ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren zu rechnen. 

Von
Katharina Lattermann
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Dienstag, 07. Dezember 2021
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